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Test und Spielkritik für das Brettspiel / Strategiespiel Ra

Ra

Spiel um Götter, Menschen, Monumente

Wir, das heißt Nils, Cati, Matze, Sönke und ich, befinden uns im Alten Ägypten. Jeder übernimmt die imaginäre Rolle eines Stammesführers und muß stets eine ausgewogene Mischung an Monument-, Zivilisations-, Nil-, Überschwemmungs- und Pharaoplättchen besitzen, um am Ende der dritten Epoche das Spiel zu gewinnen.

Die insgesamt über 100 Plättchen werden rund um das Spielfeld gelegt und neben den bereits erwähnten befinden sich noch Götter-, Gold-, Katastrophen-, und Raplättchen. Der Reihe um ziehen wir immer ein Plättchen, die zur Versteigerung in die Mitte des Brettes offen plaziert werden. Wenn einer die Spannung nicht mehr aushält und Ra ruft, oder ein Raplättchen zieht, kommt es zur Versteigerung. Jeder Spieler hat drei Sonnen in den Werten von 1-16. (Die 1 liegt am Anfang in der Mitte) Wer bieten will, legt eine seiner Sonnen auf das Brett. Gewinnt er die Auktion, nimmt er alle Plättchen vom Brett und dazu die Sonne, die dort liegt. Diese tauscht er gegen seine gebotene aus und dreht sie dann um. So muß man nicht nur auf die Mischung der Plättchen achten, sondern auch darauf, daß man nicht nur niedrige Sonnen am Ende einer Epoche vor sich liegen hat. Jeder kann nur dreimal pro Epoche etwas ersteigern, und sollte die Reihe des Ra schon vorher vollbelegt sein, dann kommt es nicht einmal zu drei Versteigerungen pro Person.

"Ich rufe Ra!" ruft Matze. Schnell plazieren wir die blaue Holzfigur des ägyptischen Gottes vor seiner Hoheit Tut-Anch-Matze. Cati, die links von ihm sitzt, muß zuerst bieten. Zur Versteigerung stehen drei Nil-, ein Überschwemmungs-, ein Monument- und ein Zivilisationskatastrophenplättchen (auch ein schönes Wort).
Cati bietet, unerschrocken der Katastrophe trotzend, ihre 8er Sonne. Nils, im Besitz bereits zweier Ziviplättchen, hat Angst vor der Zerstörung eben dieser und paßt. Sönke ist auch nicht eben scharf darauf, seine Ziviplättchen zu verlieren und paßt ebenfalls. Ich habe keine Zivis (natürlich keine Bundverweigerer), demzufolge auch keine Verlustängste und biete die 9. Matze wiederum hat nur darauf spekuliert, daß jetzt neue Plättchen gezogen werden und einer von uns eine seiner Sonnen hergibt.

Ra ist verdammt gut (Tschuldigung). Aber auch bei Ra gilt: Regeln zuerst lesen, dann spielen und nach dem dritten Spiel bringt es dann so richtig Spaß. Das Material ist schön gestaltet und die Sonnen aus Holz. Herz, was willst Du mehr!? Das eine Spiel dauert etwas länger, das andere geht sehr schnell vorbei. Immer wieder anders, immer wieder gut. Und im Gegensatz zu manchen anderen Spielen, konnten wir bisher keine Regelunklarheiten erkennen. Weiter so!

Lesen Sie auch unsere Rezension zur Kartenspielversion Razzia!



Kurzinfos zu
Ra

Gesamtbewertung

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Strategie / Taktik
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Glück / Zufall
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Interaktion
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Anleitung / Material
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Spielspaß
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Preis / Leistung
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Autor
Reiner Knizia
Verlag
Alea
Erscheinungsjahr
1999
Spieleranzahl
3 - 5
Dauer
ca. 60 Min.
Alter
ab 12 Jahren
Preis
Nicht mehr erhältlich
Auszeichnungen
Deutscher Spielepreis 1999 - 2. Platz: 2
Gamers Choice Awards 2000 - Multiplayer Nominees


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