Übrigens...
10.01.08, 15:58:44
Makake
geändert von: Makake - 10.01.08, 16:01:05
Soo... mit ein wenig Verzug dann Berichte vom großen Spieletag am 27. 12, drei neue Spiele hab ich dabei kennengelernt.
Einmal
Antike - ein richtig richtig gutes Spiel. Kein Glückselement, die Mechanismen erscheinen als sehr "rund" (im wahrsten Sinne des Wortes - das Eggert'sche Rondell feierte hier seinen Einstand in der Welt der Brettspiele), wobei einige Völker den anderen gegenüber bevorteilt oder benachteilt scheinen - die Griechen haben durch ihre Lage sehr viele Fronten, die Germanen sind eigentlich gänzlich auf Landeinheiten limitiert, was durch die begrenzte Anzahl ein Einheiten Nachteile mit sich bringt, die Römer und Perser haben eigentlich eine perfekte Lage, der einen Mix aus Land- und Seemacht möglich macht, wobei die Perser dabei zu Beginn schnell nach Westen oder Süden ausrücken müssen, wo eben Phönizier oder Griechen warten.
Schön zu sehen ist, dass es nicht darauf ankommt, zu Beginn schnell zu expandieren, sondern eine gute Grundlage gelegt werden muss, besonders die Mobilitäts-Technologien sind hier als extrem wichtig zu nennen, auch wenn diese zu Beginn neben den Entwicklungsmöglichkeiten im Produktionssektor zu verblassen scheinen.
Ich gebe hier die Erfahrung eines 6-Spieler-Spieles wieder, bei weniger Spielern stelle ich mir das Ganze langwieriger, aber auch ausgeglichener vor - von mir die volle Empfehlung :)
Der König der Diebe kam danach als kleiner Absacker auf den Tisch - ein langweiliges Spiel, die Spieler versuchen mit Karten ihre Helden an einer "Tafelrunde des Bösen" in Vorteilhafte Positionen zu bringen, zur Wertung kann es maximal einmal pro Runde kommen, dabei bringt der Spieler einen Trinkspruch aus (natürlich sollten hier Getränke auf dem Tisch stehen).
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es in einer Trinkrunde und bei angeheitertem Zustand ganz lustig sein kann (Partyspiel also...). Aber ich werde dieses Spiel wohl nicht noch einmal anrühren
Der eiserne Thron
Über das Spiel wurde genug geschrieben und ich hatte lang genug warten müssen, bis ich es endlich spielen konnte.
Am 27. selbst waren wir nur drei, die sich gefunden hatten, aber das Spiel war einfach ein Erlebnis. Im Hintergrund lief eine Zusammenstellung monumentaler Filmmusik, vom Herr der Ringe über Schiffsmeldungen bis hin zum Fluch der Karibik - der perfekte Background für das Spiel.
Von Anfang an waren wir dann auch gefesselt von diesem Meisterwerk, sodass es nur zwei Tage später (diesmal dann zu viert) zu einer Neuauflage kam, die wieder zu begeistern wusste.
Allerdings war hier schon ganz klar zu merken, wie lange bei vier Spielern die Überlegungen schon in den ersten Runden dauerten, wie wird das dann wohl erst bei voller Besetzung aussehn? Man darf gespannt sein.
Volle sechs Sterne von mir, allerdings sei hinzugefügt, dass wir (nach Studium von Spielberichten) den ersten Stapel der Westeroskarten "gezinkt" hatten, also am Anfang immer Appell und Nachschub abwechselnd gezogen wurden, bis hin zur fünften Karte.
Soo... das wars dann auch schon :)
12.01.08, 08:58:47
b.weird
So, habe gestern endlich mal
Kampf um Rom aus der Catan-Reihe gespielt und ich muss ehrlich zugeben, das hätte ich mir auch sparen können. Man hakt Runde für Runde die Mechanismen des Spiels ab und benötigt eine ganze Portion Glück, da sich kaum etwas planen lässt. So werde (zu viert zumindest) die zu erobernden Städte ziemlich schnell abgegrast und die Rohstoffe sind so spärlich gesäht, dass man oft genug einfach nix machen kann. Und dann gilt es zu überlegen, ob ich stehen bleibe, um doch noch einen Rohstoff zu erhalten, wodurch ich natürlich meinem Ziel mit meinen Männchen nicht näher komme. Ich habe mich die ganze Zeit über irgendwie ziemlich eingeschränkt gefühlt und ein Handel kommt hier auch nicht wirklich zustande, wie man es vom Original her kennt.
Ich fand's insgesamt sehr öde und were es nicht noch einmal spielen. Positiv ist allerdings die Aufmachung zu erwähnen, wegen der ich mich eigentlich auf das Spiel gefreut hatte. Es gibt richtig schönes Geld aus dickem Plastik, das wie alte Münzen aussieht und auch die Püppchen (Reiter und Krieger) sehen richtig gut aus.
16.01.08, 13:00:13
b.weird
Habe letztens
Port Royal gespielt in einer 4er-Runde (3 und 4 Spieler möglich) gespielt und es hat uns allen ganz gut gefallen. Man muss versuchen, seine Schiffe mit Zwieback, Tabak, Rum und Schießpulver zu be-, ohne sie zu überladen. Man spielt um Frachtkarten mit Hilfe seiner Stichkarten und zwar im Grunde nach dem Prinzip des Spiels
Wizard. Am Ende der 6. Runde zählen alle Punkte, die man durch die Fracht erzielt hat (gesunkene = überladene Schiffe zählen nicht) abzüglich eventueller Schulden, die man gemacht hat, um gewisse Privilegien zu erlangen, wie z.B. den Starspieler zu bestimmen oder "den Sakt" aufzunehmen, sprich seine Stichkarten durch die Aufnahme und anschließende Abgabe zweier Karten u.U. zu verbessern.
Kein großer Knaller, aber es hat durchaus Spaß gemacht und wird wohl gerne wieder auf den Tisch kommen.
16.01.08, 13:04:03
b.weird
Habe jetzt
Ladybohn gespielt und wer sich überlegt, Bohnhanza zuzulagen, dem würde ich eher zu dieser Version raten. Sie ersetzt das Grundspiel und ist im Prinzip dasselbe, außer dass es jetzt von jeder Sorte auch noch Ladybohnen und Babybohnen gibt, wodurch es noch zusätzliche, kleine taktische Möglichkeiten gibt. Wer Bohnanza schon sein egen nennt, dem würde ich es nur empfehlen, falls er ein absoluter Fan ist, aber dann hat er es wahrscheinlich sowieso schon.
Wer es noch gar nicht kennt: super Spiel! Kaufen! Für knapp 7 Euro kann man auch nicht allzu viel falsch machen...
18.02.08, 19:31:20
b.weird
Habe jetzt eine 2er- und eine 3er-Runde
Die Baumeister von Arkadia gespielt und kann Michas Rezi nur bepflichten. Bißchen was zum Grübeln, relativ geringer Glücksfaktor, optisch sehr ansprechend und macht einfach Spaß. Und die Interaktion ist auch gar nicht mal so wenig, was mir persönlich immer recht wichtig ist. Also: echte Empfehlung!
18.02.08, 19:37:17
b.weird
Mann, das wird ja hier irgendwie nen recht einseitiger Thread, zumindest was die (oder wohl besser
den) Autoren betrifft.
Aber ich habe
Aqua Romana gespielt (zu zweit) und fand es besser als Micha. Schneller Einstieg, nette Aufmachung (vor allem die super Baumeister aus Holz mit "Trikotwerbung" haben es mir angetan. Würde spontan 4 Sterne vergeben und bei Taktik durchaus auch einen mehr, da man schon darauf achten muss, wann man welchen Meister zieht. Zu der in Michas Rezi angesprochener 2er-Regel kann ich sagen: die sieht einfahch so aus, dass jeder Spieler 2 Farben übernimmt. Also quasi ein 4-Spieler-Spiel zu zweit. Klingt nach blödem Kompromiss, gibt aber tatsächlich einiges an zusätzlicher Taktik.
Da ich nicht gerade ein Fan von Queen-Games bin, eine echte Überraschung.
24.02.08, 21:43:42
Makake
geändert von: Makake - 24.02.08, 21:44:42
So... heute wurde
Hamburgum gespielt.
Die Erwartungen dabei erfüllt. Meiner Meinung nach das rundestest und beste Spiel der Rondell-serie.
Wie auch schon in Antike und Imperial natürlich ohne Glück, allerdings mit deutlich verzahnteren Mechanismen, höherer Spieltiefe, mehr Strategiemöglichkeiten...
Ich hab zum Beispiel nur relativ wenig produziert, mir dafür allerdings durch eine Kombination 3 Punkte pro Einwohner im Michalis-bezirk, 4 Punkte pro Amtsgebäude und verdammt vielen Amtsgebäuden (dann eben hauptsächlich in jenem Bezirk erreichtet) den Grundstein zum Sieg gelegt und nebenbei durch diese Gebäude dann mehr Geld gemacht als die anderen mit ihrer mühseligen Rohstoffproduktion und -verschiffung ;)
Also ein Spiel, welches sich auf meiner Top-liste alltime unter die Top10 schiebt und sicher noch einige Mal wiederholt wird :)
Klare Kaufempfehlung, jeder der das Rondell mag und PR und Caylus zu seinen Lieblingsspielen zählt, wird hier seine Freude dran haben :)
04.03.08, 11:52:16
Chrii
geändert von: Chrii - 04.03.08, 11:52:53
Hi, wir haben letzthin
Robo Rally mit Crash and Burn gespielt.
Aber das Ganze als
Deathmatch, nicht als Rennen.
Dabei haben wir zu viert je einen Roboter mit je 2 Optionskarten gespielt. Die Arena war ein Plan (der mit Flammenwerfern und Teleportern) der an den Rändern als geschlossen galt. Und dann gings auch schon los, jeder startete 3 Felder vom Eck nach links versetzt und es wurden die normalen Regeln gespielt. Mit der Ausnahme allerdings, dass sich keine Karten festbrennen und man immer mind 5 Karten erhält. Auch die Optionskarten konnten nicht zerstört werden(nur Zielsucher) sie galten also nicht als zusätzlicher DMGblocker. Jeder hatte 2 Leben und wir haben gespielt bis nur noch einer überlebt hat. Bei einem Tod durfte man sein Startfeld unter den 4 freien frei wählen und kam voll repariert mit 2 neuen Optionskarten.
Das Spiel dauerte etwa 2 Stunden und war sehr lustig. Leider gab es am Anfang einige Regeldiskussionen, da noch nicht alles ganz ausgefeilt war. Aber wir wurden uns einig und haben denke ich eine ganz gute Mischung bekommen. Leider funktionieren bei dieser Variante drei Optionskarten nicht, wer diese zieht zieht neu. Auch sollte man sich gut überlegen ob man die Karte mit dem drehbaren Schutzschild spielt, der Spieler ist nahezu unverwundbar, wenn er mitdenkt. Bei uns hat sich das Problem in einer Grube selbstentsorgt... "so, jetzt noch die letzte Karte... Ahhh warum liegt hier ne 2 Vor ich hatt doch ne linkskurve legen wollen... AAAAaaaaaaahhhhh *schepper*"...
Vor allem die Sonderwaffen bringen richtig Würze ins Spiel und wenn alle ein bisschen fahren können und ab und an einen Reperaturpunkt erreichen, dann kann es sogar noch spannender werden.
Fazit: Als Robo Rally Fan muss man das mal ausprobieren!
09.03.08, 21:53:17
Makake
Nachdem es am Freitag angekommen war, wurde es heute dann gleich einmal ausprobiert:
Agricola
Zwar leider erstmal nur zu zweit, nächste Woche wird dann der Versuch in einer größeren Runde folgen, mal sehn, wie es sich dann da macht, aber nach dem Eindruck heute bin ich, was das angeht, sehr zuversichtlich ;)
Die Rezensionen hatten nicht zu viel versprochen, man wird von der Fülle an Möglichkeiten schier erschlagen und ist zu Beginn des Spiels fast verzweifelt angesichts von bloß zwei Aktionen pro Runde.
Da man seine Familie ja dazu immer ernähren muss und der ganze Ablauf erst schleppend in die Gänge kommt (zu Beginn ist nocht nichts mit Brot backen oder Tieren schlachten) ist man zuerst vollends mit dem Stopfen der Mäuler und einigen Anschaffungen ausgelastet.
Bis Runde 9 war bei mir auf dem Spielplan selbst nur ein mickriger Acker hinzugekommen. Zuletzt hatte ich dann zwar ein geräumiges Steinhaus, Tiere aller Arten in riesigen Weiden, aber das Spiel über hat man das Gefühl, sich kaum vorwärts zu bewegen, zu sehr ist man mit der Ernährung beschäftigt. (Dass ich trotzdem gewonnen hab, sei hier nur nebenbei erwähnt... die Siegesserie geht weiter ;) )
Wir, als Erstspieler, hatten allerdings auch eine seltsame Wahl bei der Zusammenstellung unserer Karten getroffen, den Spielablauf konnten wir eben erst schwer einschätzen.
Hier sei gesagt, dass wir jeweils aus 9 Ausbildungen und 9 kleinen Anschaffungen (für jeden Spieler) zunächst 3 Karten ausgesucht hatten, dann wurden die Karten getauscht und zwei ausgesucht, dann wieder getauscht, jeweils eine ausgesucht und dann wieder getauscht.
Die insgesamt dann übrigen 4 Ausbildungen und 4 kleinen Anschaffungen wurden dann raus getan. Was wir da NICHT genommen hatten, könnte einem im Nachhinein die Tränen in die Augen treiben ;)
Aber however... das Spiel kann überzeugen - und das auf ganzer Linie.
Es macht einfach Spaß und ist mal eine vollkommen andere Thematik.
Durch die gefühlten 10 000 verschiedenen Karten wird das Spiel auch nie das gleiche sein.
Das Spielgefühl passt jedenfalls gut zum Spiel selbst: ein Bauer, der um sein Überleben kämpft und dabei so langsam vom Notstandmanager zum Mehrer seines Wohlstandes wird.
Wie schon bei
Civitas Hamburgum hier von mir eine 120%ige Kaufempfehlung! :)
10.03.08, 05:26:59
Miraflourid
Vor kurzer Zeit Cuba gespielt.
Ein weiteres Mangelspiel mit vielen Möglichkeiten, aber zu wenig Möglichkeiten zu handeln.
Auch die Rollenkarten, von denen jeder die gleichen hat, und die ja gleichzeitig Stimmkarten für die Ab- oder Zustimmung der neuen Gebote für die nächsten Runde sind, finde ich gut.
Wichtige Rollen haben zugleich auch die meisten Stimmen. Es gilt ständig abzuwiegen, was am meisten Sinn macht.
Gutes Spiel, das nach mermaligen Spielen schreit.
Mira
10.03.08, 13:05:11
b.weird
Habe
Notre Dame gespielt. Super Spiel! Ziemlich taktisch und die Aufmachung ist einfach klasse! Einziger Wermutstropfen: Interaktion geht gegen null. Einzige Elemente hier: welche Karten bekomme ich von meinem rechten Nachbarn und wer legt auch wie viele Steine in Notre Dame.
10.03.08, 22:21:58
Miraflourid
Habe an den 2 letzten Sonntagen endlich Space Dealer gespielt. Zuerst die Grundversion und gestern komplett.
Irgendwie total anders und leider viel zu schnell aus.
Die Sanduhren nehmen einen ganz schön mit.
Mira
12.03.08, 00:55:41
Makake
geändert von: Makake - 14.03.08, 02:05:10
Sooo... schneller als erwartet kam
agricola zu einer zweiten Bewährungsprobe und - surprise - diese hat es natürlich bestanden ;).
Dieses mal zu dritt war es schon deutlich schwerer, geplante Aktionen in die Tat umzusetzen, aber da man das Spiel nun kannte (jedenfalls zwei von uns) wirkte es noch runder als vorher, es war sehr viel mehr Struktur im Spiel, aber natürlich waren immer noch einige Fehler vorhanden ;)
Die nächsten Tage wird es jedenfalls noch mindestens einmal gespielt... mal sehn :)
Es sei noch erwähnt, dass das Spiel an sich sehr zügig verläuft, viel zu schnell scheint es vorbei zu sein, aber da kann man halt nichts machen :)
Als sehr nervig beginnt sich allerdings die Materialflut zu erweisen, welche natürlich zum Spiel dazugehört... aber dieses Auf- und abbauen dauert schon wirklich lange ;)
14.03.08, 02:04:51
Makake
Und ich nochmal ;)
Nach mitlerweile insgesamt acht Spielen kann ich sagen, dass es durch die Ausbildungen und Anschaffungen jedes Mal vollkommen anders ist als die Runden zuvor. Die ganze Strategie, Spielweise und das Spielgefühl ändern sich.
Auch in der Solitair-version vermag das Spiel zu überzeugen... also, das wars dann auch von mir zu
agricola - ein absoluter HAMMER und jedem uneingeschränkt zu empfehlen.
Zudem ist es (allein, zu zweit oder dritt) so schnell gespielt, dass man gerne zwei Partien in Folge bestreiten kann ;)
03.04.08, 15:32:45
Openair
geändert von: Openair - 03.04.08, 15:33:21
Vor kurzem haben wir
Axis & Allies Revised Edition gespielt. An sich nichts neues, die Regeln sind bekannt, die Einheiten auch und vor allem die ersten Züge - dachte ich.
Es gibt zwei Einheiten, welche aus A&A Europe schon bekannt sind. Zerstörer und Artillerie sind sinnvolle Ergänzungen der Land- und Seestreitkräfte. Des weiteren wurden zusätzliche Regionen auf der mittlerweile kleineren Karte eingefügt. Zusammen mit der neuen Startaufstellung, stellen sie die Spieler vor eine komplett neue Situation. Zuletzt wurde wurden noch optionale Sonderaktionen für die einzelnen Spieler eingefügt (Russischer Winter, Atlantikwall, Wolfsrudel, etc.) welche einem Spieler (meist einmalig) vorteile in bestimmten Situationen geben.
Mein Fazit ist, daß das Spiel mehr neue Elemente hatte als ich dachte, trotz allem bleibt es A&A. Nach meinem ersten Eindruck wurde das Spiel für die Achse noch schwerer (ist aber nur ein erster Eindruck). Sicherlich kein zwangskauf für Besitzer des alten A&A (da bieten die Ableger Europe, D-Day, Guadalcanal mehr Neuerungen, dennoch ein schönes Spiel für Risko-Plus Liebhaber.