Friedrich

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04.10.07, 00:55:22

Makake

geändert von: Makake - 04.10.07, 00:55:57

Heute zum zweiten Mal Friedrich gespielt... wie beim ersten Mal extrem langatmig und dann irgendwie doch sehr glücksabhängig...
es ist ein gutes Spiel, auf jeden Fall, die ersten beiden Stunden denkt man - hey, das ist wirklich wirklich gut... und dann ziiiiiiiiiiiiieht es sich in die Länge, dazu der Glücksfaktor beim Karten-ziehen, naja.
Fast sechs Stunden haben wir gespielt, in zwei Runden (mit zwei Exemplaren) a jeweils drei Spieler.
Bei unserem Spiel war gleich die erste Karte die erste Anti-Frankreich-karte, weniger Karten für Österreich, Schwächung von Frankreich.
Dann gleich die vierte Karte: Tod der Zarin, die fünfte: Frankreich raus, die achte: Aus von Schweden...
Kein Kommentar dazu...
ich hatte Russland (Schweden) und Frankreich und war mit beiden zwar jeweils recht knapp dran am Sieg - aber bei den Karten, was soll man da machen? ;)

Schon ein wenig frustrierend, wenn das Spiel nach so langer Dauer durch solche Elemente so krass entschieden wird.

Bei der anderen Rundem lief es dagegen genau andersherum - die ersten fünf Runden passierte nichts.
Dann starb die Zarin, allerdings wurden in den nächsten drei Runden Friedrich zweimal der Nachschub gekürzt... er hatte dann keine Chancen mehr.

Ich hätte auf jeden Fall wieder Lust auf eine Runde, das Spiel ist doch vom ganzen Setting etc. einfach zu gut für den Durchschnitt, es hat auch wirklich Spaß gemacht, aber genannte Gründe... naja, so ist zwar jedes Spiel anders, aber die Taktik kommt für meine Begriffe deutlich zu kurz (allein schon das Ziehen der Karten an sich ist eine ziemlich krasse Glückssache).
04.10.07, 19:29:40

Openair

Bezüglich Freidrich kann ich den Eindruck nur bestätigen. Ein sehr sehr schönes Spiel, aber Glück....

Wir haben bislang 3x Gespielt mit 1 Sieg für Preussen und 2x Sieg für Österreich. Das schlimme ist daß das Spiel gelich doppelt glückabhängig ist. Da fehlt dem nur noch eine Zielstadt im KaroSektor und er kann sich nicht hintrauen weil weit und breit kein Karo kommt - dann zieht man 2x die falsche Schicksalskarte und schwupps ist der Franzose kurz vor dem Ziel raus.

Dennoch ein schönes Spiel wobei ich nach 6-8 Stunden Preussen hinterher fix und alle bin.

17.10.09, 00:25:34

Train1811

Hallo!

Heute war, nach langem überlegen - Lesen von Reviews, etc.. und schließlich der Bestellung, Friedrich in der Post. Ich habe dann die erste von den, auf der Webseite angebotenen, 2-Spieler Varianten, mit meinem Bruder gespielt.

Das heißt: Spieler 1 spielt Preußen mit nur einem General und einem Tross, sowie Hannover mit 2 Generälen und einem Tross. Der Gegenspieler übernimmt Frankreich mit 3 Generälen und 2 Trössen.

Ziel ist es, dass Frankreich alle roten Ziele einnimmt (vorwiegend in Hannover). Preussen muss Frankreich einfach nur daran hindern und selbst nichts einnehmen.

Los geht's:

Zuerst schaut es total lächerlich für Frankreich aus. Schnell aber merkt der gegnerische Spieler, dass es ziemlich schwer ist Frankreich bei zu kommen. Frankreich bekommt 4-1 Karten, Preussen 2-1 und Hannover 1+1. Frankreich kann sehr schnell einen verdammt großen Vorrat an Spielkarten anhäufen, während Preussen für sich, und Hannover für sich zusehen müssen, dass sie die Passende Spielfarbe bekommt, um Frankreich gegenüber zu treten. Also reines Glück.

Schnell ist Frankreich vorgedrungen und hat die ersten 40% eingenommen.

Hier tut sich meiner Meinung nach auch sehr schnell ein erstes Ungleichgewicht auf: Preussen greift Frankreich an und spielt alle Karten mit Karo aus (vielleicht 5 an der Zahl), Frankreich kann kontern, behält aber eine Karo-Karte. Preussen kriegt also auf den Sack und hat nur noch eine Armee, darf auch noch 2 Felder zurück weichen. Im nächsten Zug greift Frankreich genau die eine Preussen Armee an (die ja nur 2 Felder entfernt ist). Da Frankreich noch ein Karo hat, ist Preussen sofort geschlagen.

Gleiches bei Hannover.

Um nun Hannover und Preussen in Schach zu halten (wir erinnern uns, dass Preussen und Hannover eh nur wenige Karten bekommen) rückt Frankreich mit jeweils einer Armee Richtung Depotstädte von Preussen und Hannover vor.

Was passiert?

Hannover und Preussen bekommen gerade so viele Karten zusammen, dass sie 2 neue Armeen unter jeweils einem General wieder ins Spiel bringen können. Dummer weise ist da sofort ein Französischer General in Reichweite und haut sofort wieder in die Vollen. Also keine wirkliche Chance für Preussen und Hannover wieder Truppen ins Spiel zu bringen.

Meiner Meinung nach total unausgeglichen - und dann kommen noch die Schicksalskarten hinzu - damit ist für Preussen und Hannover eigentlich eh schon alles vorbei - selbst wenn Frankreich nur noch 3 Karten bekommt...

Einzige Change, es werden zügig die Indien und Canada Karten gezogen, somit wäre Frankreich schnell raus. Aber auch das ist eher Glück.

Ich überlege, gerade die 2-Spieler Varianten mal mit anderen Regeln zu probieren: Frankreich darf nur 2 Karen ziehen und die Schicksalskarten bleiben komplett aussen vor.

Ich kann erst Samstag testen, wie sich das Spiel mit mehreren Spielern anfühlt und ob es da ausgeglichener ist. Doch bis jetzt stehe ich etwas zwischen den Stühlen: Auf jeden Fall interessant, aber dem ersten Eindruck nach zu urteilen, unausgeglichen...

Was meint Ihr?
17.10.09, 19:37:07

monchhichi

Hallo Train1811 ,

meiner Meinung nach ist das Spiel auch absolut nicht für 2 Spieler geeignet auch wenn es wohl 2 Spieler Varianten gibt.

Probier das Spiel nochmal in voller Besetzung also zu viert aus und lass dich dann von dem Spielprinzip überzeugen :)

Gruß Monchhichi
18.10.09, 14:56:09

Train1811

Leider sind wir gestern beim Spieleabend nicht dazu gekommen, auch Friedrich an zu spielen. Einige waren bereits mit den Siedlern überfordert...

Dafür haben wir das 2te 2-Spieler Szenario gespielt: Preussen gegen Österreich/Reichsarmee.

Auch hier sah es ähnlich aus, wie bei dem von mir schon geposteten Szenario: Preussen kann schnell vorpreschen, sobald Österreich aber seine Generäle in 2 Türme vereint (bei 30 Armeen) kriegt Preussen so derbe auf den Latz, dass das Spiel nach 6/7 Runden vorbei ist..

Jetzt warte ich, bis ich mal 4 Spieler beisammen bekomme..
19.10.09, 04:36:29

lach_doch_mal

ich finde die grosse Kunst Friedrich zu spielen ist gerade die Strategie den Schicksalskarten anzupassen. Z.B als Zarin ist die Wahrscheinlichkeit durchaus gegeben am Ende des 7. Spiezuges eliminiert zu werden, daher ist es als Russe eminent wichtig so rasch wie moeglich vorzuruecken, waehrend man als Preusse gegen den Russen versucht moeglichst lange 1-2 Armeen des Russen in Ostpreussen hinzuhalten. Gleichzeitig sollte man als Russe auch den Schweden nicht als Kanonenfutter betrachten, sondern moeglichst (auch unter Deckung der russischen Armee) Zielstadte erster Ordnung sichern, um falls die Schicksalskarte zuschlaegt dann Schweden zum Sieg fuehren zu koennen.

Zu dem geschilderten Problem Frankreich gegen Hannover und Preussen. Diese Simulation trifft eigentlich den wahren Spielverlauf relativ genau. Die meiste Zeit steht Hannover und maximal ein preussischer General gegen Frankreich. Wenn man hier nur auf die Kartenhand baut geht das natuerlich in die Hose. Wie geht nur Hannover sinnvoll vor? Das Kernproblem der Franzosen ist, dass sie sich ueber langsame Trosse versorgen muessen, der Hannovraner muss also, statt versuchen seine Staedte zu decken (was durch die mangelnden Karten meist nicht moeglich ist) das Spiel in die Laenge ziehen und versuchen franzoesische Trosse zu jagen. Folglich sollte eine Armee im Norden operieren und eine im Sueden und den Kaempfen aus dem Weg gehen, bzw. die Armeestaerke so waehlen das man den Kampf immer mit -1 verlieren kann. z.B. Richlieu hat 7, dann kaufe ich als Hannovraner soviel Armeen das Cumberland genau 6 hat, d.h. wenn die beiden aufeinanderteffen kann ich mich mit geringen Verlusten zurueckziehen. Allgemien sollte man als Preusse/Hanovraner nur dann attackieren wenn man z.B eine Armee einkreisen kann und sie sicher vernichten kann, bzw. man sehr stark in der Farbe vertreten ist, da man sonst immer riskiert in eine Konterattacke zu laufen.
 
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