Der Palast von Eschnapur

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01.02.09, 16:58:27

Aruna

geändert von: micha - 28.05.09, 15:02:26

Kurzinfos zu Der Palast von Eschnapur
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Autor Inka und Markus Brand
Verlag Amigo
Erscheinungsjahr 2009
Spieleranzahl 2-4
empf. Alter ab 10 Jahren
Sprache deutsch
Zielgruppe / empfehlenswert für Oft-/Profispieler bzw. Spielefan/Freaks
Spieldauer 60 Min.
Preis ca. 24,99 Euro

Palastbau in Eschnapur

In dieser Frühjahrsneuheit von Amigo geht es darum, als Baumeister den Palast des Maharadschas zu vollenden. Je nach Spieleranzahl wird eine bestimmte Anzahl von Palastteilen (bis zu acht) mit den nummerierten Baufeldern nach oben nebeneinander in die Tischmitte gelegt. Darunter kommt die Siegpunkteleiste.

Jeder Spieler erhält ein Spielertableau und erhält acht Bauplatzkarten, einen Siegpunktestein, eine Privilegscheibe und 16 Goldkarten in derselben Farbe.

Zu Beginn entscheidet sich jeder Spieler für zwei Palastteile, an den er in dieser Runde bauen will, indem er zwei Karten mit der Nummer des Palastes, in dem er bauen will verdeckt vor sich auslegt. Die Paläste werden immer von unten nach oben aufgebaut. Das einsetzen beginnt also auf der niedrigsten Zahl, aufsteigend.

Nach dem Auslegen der Palastkarten wird jeder der fünf „Beamten“ auf dem Tableau (angezeigt durch 5 verschiedene Felder) mit einer Goldkarte „bestochen“. Das heißt, dass man auf jedes Feld jeweils eine Geldkarte legt (diese gibt es in den Werten 0, 1, 2, 3 und 5).

Im ersten Feld darf der höchstbietende eines der vier Felder eines anderen Mitspielers für die laufende Runde blockieren. Dieser Spieler muss dann seine Karte auf die der Blockierstein gelegt wurde, bis zur nächsten Runde verdeckt liegen lassen und darf an der entsprechenden Aktion nicht mitbieten. Er bekommt aber zur Entschädigung ein Baustein.

Das zweite Feld erlaubt dem höchstbietenden die Bauarbeiten an einem Palastteil für die laufende Runde stillzulegen (an diesem Palastteil darf dann in dieser Runde nicht gebaut werden. Falls dies in der nächsten Runde niemand in Anspruch nehmen will, wird die Sperrung - eine Abdeckung der Palastzahl – dann wieder entfernt. Es darf nie der Palast über zwei Runden gesperrt werden. Bei einer weiteren Versetzung der „Kappe“ muss diese auf jeden Fall an einem anderen Palast eingesetzt werden.) Die Karten werden dann der Reihe nach aufgedeckt und der Gewinner führt die entsprechende Aktion aus.

Das dritte Feld entscheidet, wie viele Steine man erhält zum späteren verbauen.

Der Gewinner des 3. Feldes darf die Spielreihenfolge für die laufende Runde einteilen. Er entscheidet mit nummerierten Plättchen in Form einer Hand, wer als erstes, als zweites usw. die Paläste bebauen kann. Es kann durchaus von Vorteil sein, besonders in der Anfangsphase, sich selbst als letzter bauen zu lassen.

Feld eins bis 4 werden der Reihe nach gleichzeitig aufgedeckt. Wer eine Nullkarte legt, hat kein Interesse, die jeweilige Aktion zu gewinnen und darf seine Karte dann wieder auf die Hand nehmen. Bei Gleichstand der Höchsten Punktzahl gewinnt der Spieler, der alleine die nächst niedrigere Karte ausgelegt hat. Außer er hat eine Null gelegt. Diese gewinnt nie.

Beim Ergattern der Bausteine müssen sich bei Gleichstand die Spieler den Wert der Karte teilen. Ergibt es einen ungeraden Wert, wird aufgerundet.

Beispiel beim Spiel mit 3 Spielern:

Spieler 1 und 2 haben jeweils eine Goldkarte mit dem Wert 5 gelegt. Sie müssen sich den wert teilen. 5 : 2 = 2,5, da aufgerundet wird erhalten beide Spieler jeweils 3 Bausteine. Spieler 3 hat eine Karte mit dem Wert 3 ausgelegt und bekommt auch 3 Steine.

In jedem Palast gibt es auch ein Prämienfeld, das allen dort vorhandenen Spielern einen Goldsegen in Höhe von 3 Goldstücken einbringt. Diese Goldstücke dürfen der Reihe nach aus der Bank entnommen werden, Wenn einem 3 Gold zustehen aber nur noch 5er Goldkarten in der Bank sind wenn man an der Reihe ist, hat man Pech gehabt und geht leer aus, da man nicht aus seinen Handkarten rausgeben, bzw. wechseln darf. Wenn z. B. nur noch 5er und 2er Goldkarten übrig sind, dann muss man sich mit einer Zweierkarte begnügen.

Nach dem verteilen der Bausteine setzen die Spieler ihre Bausteine in der vorgegebenen Reihenfolge (Siehe Beschreibung des 3. Feldes) in die Paläste ein. Erst wenn alle Mitspieler ihre Bausteine eingesetzt haben wird das 5. Feld aufgedeckt, welches dem Gewinner erlaubt, einen beliebigen Stein (das kann ein eigener oder ein Stein eines Mitspielers sein) in einen anderen Palast nach Wahl zu versetzen. Es darf jedoch kein Stein aus einem gesperrten Palast entnommen werden und es darf auch keiner darin eingesetzt werden.

Die Gewinnerkarten des Tableaus müssen sofort an die Bank gegeben werden. Die Verliererkarten bleiben erst mal auf Ihrem Platz. Am Ende der Runde darf jeder Spieler so viele Punkte mit seiner Privilegscheibe auf der Siegpunktleiste nach vorne rücken, wie der Wert auf der „Verlierer-Geldkarte“ ist. Danach müssen auch diese Karten an die Bank abgegeben werden. Nur die Null-Karten darf man immer behalten. Mit diesen Punkten können sich die Spieler nützliche Privilegkarten erkaufen, die jedoch nicht ganz billig sind

Sind in einem Palast alle Felder mit Bausteinen besetzt wird abgerechnet. Dabei schaut man nach, auf welchem Wert der am weitesten oben stehende Stein eines jeden Spielers steht. Zu diesem Wert addiert man die Anzahl der Steine die der jeweilige Spieler in diesem Palast verbaut hat. Der Stein, dessen Feldwert man ermittelt hat wird dabei auch mitgezählt. Die Spieler dürfen dann mit ihrem Siegpunktestein auf der Punkteleiste entsprechend dem Ergebnis nach vorne Rücken.

Nach Fertigstellung einer vorgegebenen Anzahl von Palastteilen endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Spielmaterial und Anleitung

Besonders schön gestaltet fand ich die einzelnen Paläste die sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite (ist ein Palastbau abgeschlossen werden die Bausteine nach der Wertung wieder ihren Besitzern zurück gegeben und der Palast wird umgedreht. Auf der Rückseite ist dann der fertig gebaute Palast zu sehen) bedruckt sind. Auch die Tableaus für die Spieler sind sehr schön gestaltet, auch farblich. Leider sind diese aber aus sehr dünner Pappe, was ich etwas schade fand. Wenn man jedoch sorgsam damit umgeht, sollte dies kein Problem darstellen. Ansonsten ist das Spielmaterial hochwertig. Die Bausteine und Punktezähler sind aus Holz. Die Anleitung ist gut verständlich verfasst.

Fazit

Das Spiel ist m. E. eher etwas für Vielspieler. Ich fand es am Anfang recht verwirrend, obwohl ich recht oft und viel spiele. Allerdings wurde es im Laufe des Spiels immer klarer und man konnte sich auch die Bedeutung der einzelnen Felder des Tableaus merken. Es ist sicher nicht schlecht, aber mein Lieblingsspiel wird es wohl nicht werden, zumal ich Schwierigkeiten hätte im näheren Bekanntenkreis Leute zu finden, mit denen ich es spielen könnte, weil da alle eher selten spielen und das Spiel wohl zu schwierig finden würden. Es war teilweise schwer zu erkennen, was das Richtige ist um gut abzuschneiden. Zudem hatte ich in der Bausteinphase auch immer das Pech, dass egal welche Zahl ich ausgelegt hatte, immer ein anderer auch denselben Goldwert ausgelegt hatte. Als ich dann endlich mal 5 Bausteine bekommen habe, war das Spiel zu Ende und ich hatte auch nicht mehr die Chance alle Bausteine einzusetzen. Vielleicht würde es mir besser gefallen, wenn ich es öfter spielen würde. Dann kann man sicher auch besser abschätzen, welcher Zug mehr Sinn macht. Mit Grüblern sollte man es auch nicht spielen. Diese könnten das Spiel ziemlich in die Länge ziehen.

Ich hoffe, ich konnte euch den Spielverlauf ein bisschen vermitteln und habe es nicht zu durcheinander geschrieben. Muss gestehen, dass dies meine erste ausführliche Rezension ist. Falls Euch auffällt, dass etwas fehlt oder schlecht beschrieben ist, könnt ihr es ja gerne im Forum ergänzen.

Strategie / Taktik :star::star::star:
Glück / Zufall :star::star::star:
Interaktion :star:
Anleitung / Material :star::star::star::star:
Spielspaß :star::star::star:
Preis / Leistung :star::star::star::star:
 
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