14.10.05, 16:51:57
DonQuichotte
geändert von: Tim - 13.01.07, 01:39:44
Vorweg: Ich konnte dieses Spiel nur auf der Spiel '05 Probespielen und daher ist dies kein großer Einblick. Wer anders über dieses Spiel denkt ergänzt das bitte hier im Forum.
Doctor Unlucky
Doctor Lucky ist ein komischer Kauz. Er lädt alle Spieler zu sich in seine Villa ein, damit diese ihn töten. Jeder Spieler weiß, daß die anderen Doctor Lucky auch umbringen wollen, daher gilt es: Schneller sein! Leider hat das ganze ein Problem: Niemand darf den Mord beobachten!
Die Materialien
Spielplan und jedemenge Spielkarten sind im Umfang enthalten. Spielfiguren für jeden Spieler sowie eine Figur für Doctor Lucky fehlen in der Box und müssen selbst gestellt werden.
Der Spielplan selbst ist aus festem Papier und sehr unspektakulär gestaltet. Wir sehen die Wände der Zimmer von Doc Luckys Villa als schwarze Umrisse mit Türen drin und hier und da eine Bezeichnung des Zimmers. Zudem sind einige Zimmer mit Zahlen gekennzeichnet.
Die Karten sind alle sehr "zweckmäßig". Es gibt Fehlschlagskarten mit Werten (1-3) und Waffenkarten, die ebenfalls Werte besitzen. Zudem gibt es noch Bewegungs- und Raumkarten. Insgesamt sehen alle Karten recht ähnlich aus und wie beim Spielplan wird auf jegliche Farbe oder sonstigem Hintergrund verzichtet.
Spielablauf
Jeder Spieler erhält ein Kontingent an Karten auf die Hand. Er kann nun wenn er dran ist in einen anliegenden Raum gehen und entweder den Raum durchsuchen (um neue Karten zu kriegen - geht nicht in Fluren oder Treppen), eine Karte ausspielen (z.B. Bewegungskarten, mit denen er sich selbst oder den armen Doc versetzen darf) oder einen Mordanschlag verüben. Letzteres ist anfangs gar nicht so leicht, da dieser Mordanschlag nicht von anderen Spielern gesehen werden darf. Das bedeutet, keiner der Spieler darf den Tatort sehen können. Man kann durch Türe gucken, wodurch ein großes Feld immer "sichtbar" ist, was die Anschläge erschwert.
Kommt es zu einem Mordanschlag, kann der Spieler diesen Anschlag mit bloßen Händen begehen oder Waffen von seiner Kartenhand einsetzen. Waffen verleihen einen Bonus. Die anderen Spieler wollen Lucky selbst umbringen und werden dies nun verhindern, in dem sie Fehlschlagskarten ausspielen. Übertrifft der Wert der Fehlschlagskarten den Wert der Waffe, dann wurde der Mord verhindert. Andernfalls gewinnt der Mörder.
Eingesetzte Fehlschlagskarten werden aus dem Spiel genommen. Alle anderen werden unter den Stapel gemischt.
Nachdem der Zug eines Spielers beendet ist, setzt er Doc Lucky ein Feld weiter. Dabei kommen die Zahlen auf den Zimmern inst Spiel, da Lucky alle Zimmer der Zahlenreihenfolge nach abklappert. Der Doktor bewegt sich ganz schön schnell und es ist schwierig, ihn gezielt zu fangen. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.
Eine Sonderregel sei wohl noch erwähnt, die den Spielzug noch unberechenbarer macht: Wird Lucky in einen Raum gezogen, in dem sich genau 1 Spieler befindet, dann ist automatisch und sofort genau dieser Spieler am Zug. Dies kann man hin und wieder ausnutzen, um mehrfach zu ziehen, oder andere Spieler "aussetzen" zu lassen.
Mein Eindruck
Optisch ist dieses Spiel so einfach wie man es sich nur vorstellen kann. Im Prinzip übt dieser Punkt einen gewissen Charme aus, aber leider kann sich dieses Spiel nicht leisten, auf sämtliche Gimmicks zu verzichten. Es wäre nett gewesen, wären die Waffenkarten etwas besser aufgebaut, z.B. mit einer Silhuette der Waffe und vielleicht einem netten Spruch drunter. Auch bei den Fehlschlagskarten wäre ein lustiger abwechselungsreicher Spruch sehr willkommen gewesen. Insgesamt wäre diese herrschende Schlichtheit aber nicht so tragisch, wenn die Spielmechanik gelungen wäre. Leider ist es aber anfangs ziemlich "überflüssig" einen Mordanschlag anzuzetteln, da derart viele Fehlschlagskarten im Spiel sind, daß man eh keine Chance hat. Sich selbst bewegt man nur marginal, während Lucky munter durch die Gegend springt. Dies macht es umso fataler für einen Spieler, wenn er übersprungen wird. Somit verlieren alle Spieler schnell die Lust. Das "Try & Error" Prinzip ist selten wirklich spaßig und bei Doc Lucky kann man es derart gut einschätzen, daß man keine Lust mehr auf "Try" hat. Eine glückliche Hand beim Kartenziehen ist ebenfalls ein muß für den Sieg.
FAZIT
Schade eigentlich: Die Idee ist sehr originell und einige der Mechaniken sind lustig. Leider hat man nach den ersten Zügen keine Lust mehr, weiter zu spielen.
| Strategie / Taktik |
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| Glück / Zufall |
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| Interaktion |
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| Anleitung / Material |
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| Spielspaß |
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| Preis / Leistung |
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19.10.05, 11:45:25
rucky
tja....
Auch ich fand das Spiel anfangs witzig, dann sehr öde!
Zum Glück hat dann doch jemand den Dr. Lucky um die Ecke gebracht...
Wobei eigentlich jeder schon seit längerm genug hatte.
Nach dem Spiel konnte ich nachvollziehen, warum jeder Dr Lucky killen wollte!
22.11.06, 13:22:03
Nafai
Hallo!
Also ich fand das Spiel gar nicht so schlecht. Konnte es bisher zu Zweit oder zu Dritt spielen und da kam es bei meinen Mitspielern immer gut an. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass es mit mehr Personen vielleicht nicht so viel Spaß macht. Gut finde ich die einfachen und schnell erklärbaren Regeln. Es ist perfekt für ein Spiel zwischendurch geeignet. Außerdem mag ich den einfachen Spielmechanismus und die Auswahl an unmöglichsten Waffen um Doctor Lucky zu killen.
Good Luck!
Nafai
07.01.08, 14:25:37
Hagenauer_M
Ich muss auch sagen, dass ich das Spiel (abgesehen von der dürftigen Aufmachung) eigentlich ganz gut finde. Wir haben es bis jetz aber auch nur zu 3. gespielt. Bei mehreren Gegnern kann ich mir schon vorstellen, dass es lange dauern kann, bis man Lucky endlich erwischt. Andererseits wird doch bei 5 Spielern sicher kein vernünftiger Spieler der 1 oder 2 Plätze links von dem sitzt, der einen Mord versucht eine Fehlschlagkarte spielen, sondern sich auf die letzten verlassen, die dann reagieren müssen,
oder war das bei euch anders?
Dadurch, dass niemand gerne seine Fehlschlagkarten hergibt kanns aber auch schnell gehen, wenn die Mitspieler die Zahl der Fehlschagkarten des letzten Mitspielers überschätzen.
Alos, es rentiert sich auf alle Fälle, auch am Anfang schon Mordversuche zu starten und sei es nur um den Gegnern die Fehlschlagkarten abzunehmen. Außerdem finde ich es recht interessant, dass man immer wenn noch Spieler hinter einem einen Anschlag vereiteln können das Risiko abwägen muss, wieviel man ihnen zutraut.
von mir gibts 3 Sterne für das Spiel
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