Drachenreiter - Wettflug der Magier

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25.10.05, 22:08:39

NeoPhoenix

geändert von: Tim - 13.01.07, 01:13:21

Drachenreiter - Wettflug der Magier
Kurzinfos
Gesamtbewertung
:star::star::star::star:
Spielbewertung
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Autor Jean du Poël und
Klaus - Jürgen Wrede
Verlag Amigo Spiel + Freizeit GmbH
Erscheinungsjahr 2005
Spieleranzahl 2 bis 6
empf. Alter ab 10 Jahre
Spieldauer 1 Stunde
(Pro Mitspieler kann man
ca. 20 Minuten rechnen.)
Preis 20 bis 25 €
Packung:
(Klick für große Spielansicht)

So lasset die Drachen steigen...

Nein, damit sind in diesem Falle ausnahmslos keine Nylonsegel mit Fiberglasgerippe an einer Kevlarschnur gemeint.
Hier geht es um die guten alten Drachen, feuerspuckend und gefährlich, bekannt aus unzähligen Rittersagen und Hollywoodfilmchen. Und welche Rolle spielt ihr? Nun ihr seid Magier, genauer gesagt, reitende Magier! Denn ihr nehmt kurzerhand auf dem Rücken eines dieser riesigen Ungetüme Platz und nutzt es fortan als euer privates Sportgerät. Mit diesem, von euch nun abkommandierten Flugdrachen heißt es nun ein Luftrennen gegen andere Magier zu gewinnen, welche ihrerseits ebenfalls auf ihren Drachen platznehmen. Ein Rennspiel mit Magiern auf fliegenden Drachen - klingt doch im Ansatz schon einmal ganz interessant. Ob dieses Spiel auch wirklich so spannend und lustig ist, wie es sich für ein Rennspiel in einem mystischen Fantasy-Setting gehört, werden wir jetzt herausfinden.

Also, Ziel des Spieles ist es - wie für ein Rennspiel üblich - als erster im Ziel zu sein. Im Grunde eigentlich ganz einfach. Man sagt seinem Drachen, dass er einen Extrakeks bekommt, wenn er sich besonders dolle anstrengt und dann lässt man ihn gemütlich ins Ziel fliegen. Das wäre auch ein ganz praktikabler Plan, wenn es da nicht noch die anderen Magier gäbe, die ihren Drachen leider auch einen Extrakeks anbieten. So muss man sich also mit der Konkurrenz herumschlagen. Und die schläft nicht! Nicht nur, dass man jetzt nicht mehr so gemütlich den Parcours abfliegen kann, nein, die anderen Magier beharken einen mit Feuerbällen, fangen die eigenen Drachen mit magischen Lassos ein oder hängen sich kurzerhand mit einem "Zwecksbündnis" ans eigene Heck - pardon - an den Drachenschwanz.
Natürlich ist man als Magier selbst nicht ganz unfähig. Wenn man sowieso führt, kann man sich mit Schutzzaubern gegen seine Kontrahenten erwehren, liegt man hinten, darf man seinerseits selbst die Luft mit Schwefelgeruch anreichern oder allerlei fiese Sachen mit seinen Zaubern anstellen.

Soviel zur Theorie. In der Praxis geht es folgendermaßen zu: Man spielt auf einem Spielfeld das aus 15 (3 Höhe x 5 Länge) variabel legbare Streckenelementen (Kurven, Geraden, Engpässe, Landschaften) besteht. Da die Teile auch eine Rückseite mit einem anderen Streckenteil besitzen, darf man sich über 30 verschiedene Streckenvariablen freuen, die unzählige Streckenvariationen ermöglichen. Die Streckenelemente kann man in einen zusammenbaubaren Rahmen einsetzen, damit das Spielfeld am Ende auch stabil ist und nicht so leicht verutscht. Auf einzelnen Streckenelementen befinden sich auch noch Zauberkartensymbole oder Energiefelder.
Ein Spielzug gliedert sich in drei Phasen. Diese beginnen wenn die Startreihenfolge der Spieler mithilfe von Karten bestimmmt wurde. Die Karten werden verdeckt gezogen, sodass es zufällig ist, ob man an erster oder an letzer Position startet. Außerdem zeigen diese Karten die Startgeschwindigkeit, die Anzahl der von Anfang an verfügbaren Zauberkarten und die anfängliche Anzahl von Energiechips (welche sozusagen die Lebensenergie der Drachen repräsentieren) an.

Die drei Phasen eines jeden Spielzuges gliedern sich nun wie folgt:

1. Geschwindigkeit einstellen:
In dieser Phase stellen alle Magier ihre Geschwindigkeit (im Spiel durch die Einheit "DS" für Drachenstärke repräsentiert) ein. Dies tun sie verdeckt, damit kein anderer Magier auf ihre Geschwindigkeit reagieren kann und weil es dem Realismus dienlich ist - wer weiß schon, was sein Gegner plant? Die persönliche Geschwindigkeit wird auf kleinen runden Anzeigern festgehalten. Jede Runde kann die Geschwindigkeit allerdings nur um 300 DS erhöht oder verringert werden. Man muss sich also schon überlegen ob man vor einer Kurve nochmal so richtig Gas gibt oder ob man vielleicht schon vorzeitig abbremst. Damit man die Geschwindigkeit der Vorrunde überprüfen kann, hat jeder Geschwindigkeitsanzeiger zwei Zeiger. Einen für die aktuelle Geschwindigkeit und einen für die Geschwindigkeit der letzten Runde. Haben alle Magier ihre Gechwindigkeitsanzeiger verdeckt vor sich abgelegt, ist diese Phase zu Ende.

2. Zauberkarten ablegen: In dieser Phase haben alle Magier die Möglichkeit verdeckt vor sich eine Zauberkarte auszulegen. Damit zeigen sie an, dass sie vorhaben in dieser Runde einen Zauber zu wirken - quasi "laden" die Magier diesen Zauber. Ein ausgelegter Zauber MUSS aber NICHT gewirkt werden. Allerdings kann man in der 3. Phase keine Zauber wirken, wenn man hier jetzt keine Zauberkarte ausgelegt hat. Man muss sich also überlegen ob man wirklich einen Zauber riskieren will. Denn nicht immer kann man seine Feuerbälle auch in ein Ziel setzen oder ist der gewählte Zauber am Ende von von Nutzen. Wenn man eine Zauberkarte in der 3. Phase nicht benutzt, ist der Zauber zu Beginn der nächsten Zauberphase "verpufft", d.h. er wird auf den Ablagestapel gelegt und kann nicht mehr eingesetzt werden.

25.10.05, 22:12:01

NeoPhoenix

geändert von: Tim - 02.11.05, 12:26:53

3. Bewegungsphase: Dies ist die wichtigste Phase im Spiel, denn jetzt decken alle Magier ihre Geschwindigkeitsanzeiger auf und der Drachenreiter der am weitesten vorne steht, beginnt mit seiner Bewegung. Dazu schaut er sich seine gewählte Zahl an und sucht sich aus den acht verfügbaren Flugbahnen-"Balken" den passenden heraus. Diese Flugbahn legt er nun mit dem markierten Winkel an die Spitze seiner Drachenbasis an. Nun kann er die Flugbahn soweit wie möglich verändern (schnelle Flugbahnen haben einen weitaus eingeschränkteren Änderungswinkel als kurze Flugbahnen). Wenn die Flugbahn mit der Streckenbegrenzung in Berührung kommt, gibt es einen Crash und der Drachen verliert zwei Energiemarker und er wird auf 100 DS reduziert. Nach dem Auslegen der Flugbahn setzt man seinen Drachen an die Spitze der selben und kann ihn hier auch nochmal entsprechend bewegen. Wenn nun der Drache selbst mit der Streckenbegrenzung kollidiert, gibt es einen kleinen Zusammenstoß wobei er nur einen Energiemarker verliert und auf 100 DS reduziert wird. Ähnlich verlaufen Zusammenstöße bzw. Drängeleien mit anderen Drachen. Auch hier verliert man Energie, kann sich aber möglicherweise vor den anderen Drachen drängeln. Bei vielen Spielern sind Drängeleien an Engpässen sowieso an der Tagesordnung. Berührt die Flugbahn oder am Ende der Bewegung der Drache ein Zauberkartensymbol auf einem Streckenfeld, darf man eine Zauberkarte ziehen. Man darf allerdings nie mehr als vier Zauberkarten besitzen. Steht der Drache am Ende der Bewegung auf einem Energiefeld erhält er einen Energiemarker, man kann allerdings auch davon nie mehr als vier besitzen.
Je nach Zauberkarte spielt man nun seine Zauberkarte aus (die Karten, die die Geschwinddigkeit verändern, spielt man vor der Bewegung). Der Hauptteil der Zauberkarten verursacht Schaden oder beeinflusst die Position der Drachen. Will man z.B. einen Feuerball werfen, deckt man die zuvor ausgelegte Karte auf. Ein Feuerball kann in drei verschiedenen Reichweiten vorkommen (400, 600, 800), die den Flugbahnen entsprechen. Liegt das Ziel in Reichweite trifft man es automatisch. Jetzt würfelt man mit 2W6 die auf jeweils drei Seiten einen Drachenkopf zeigen. Pro Drachenkopf verliert der gegnerische Drache einen Energiemarker. Ähnlich verlaufen auch die anderen Zauber.

Wenn ein Drache kein Energieplättchen mehr hat, bekommt er eine Karte "Debilitatus" (Erschöpft) und wird auf das letzte passierte Energiefeld gesetzt. Dazu erhält er zwei neue Energiemarker und seine maximale Geschwindigkeit ist nur noch 500. Wenn der Magier jtezt eine zweite Karte Debilitatus erhalten würde, wird er aus dem Spiel genommen (bei unserer Runde nennen wir das immer liebevoll "abstürzen und am Berg zerschellen"). Die Karte Debilitatus kann der Magier nach dem erfolgreichen "Landen" auf einem Energiefeld abgeben.
Nach der dritten Phase, wenn alle Magier ihren Drachen bewegt haben, geht es wieder bei Phase 1 los.

Nachdem ich also den allgemeinen Spielablauf beschrieben habe, möchte ich kurz noch auf meine Wertungen eingehen, damit man sie besser nachvollziehen kann. Außerdem ist dies meine erste Rezension und ich schreibe mal lieber zuviel als zuwenig ;-).

Zu der Bewertung

Strategie / Taktik: Hier habe ich vier Sterne vergeben, da die Planung der Geschwindigkeit somit der Flugbahnen ein wichtiger Bestandteil ist. Nicht nur, dass ein übereifriger Magier irgendwann abstürzt weil er andauernd die Wand rammt, auch die vorrauschauende Dosierung der Geschwindigkeit durch das Basieren der aktuellen auf der vergangenen Geschwindigkeit ist wichtig. Man kann das Spiel komplett ohne manipulative Zauberkarten gewinnen, wenn man seinen Flug intelligent plant. Glück ist hierbei weniger von Nöten.

Glück / Zufall: Hier gab es zwei Sterne. Obwohl das Glück deutlich weniger wichtig ist, spielen die gezogenen Zauberkarten und die Würfel bei einem Feuerball doch manchmal eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Ziel. Da man aber nicht immer alle Zauberkarten einsetzen kann und diese danach verfallen, spielen diese auch keine so große Rolle. Glück ist auch bei dem Ziehen der Startkarten hilfreich, obwohl sich diese Positionen natürlich im Laufe des Rennens verändern können.

Interaktion: Auch hier gibt es lockere zwei Sterne. Man kann Zauberkarten auf die Gegner spielen, kann sich gegen gespiele Zauber schützen und die Drachen der anderen aus dem Weg rammen.

Anleitung / Material: Hier gibt es fünf Sterne. Das Material ist wirklich toll. Die Drachen sind relativ detailreiche Plastikfiguren, die Karten sind auf "härterem" (jedenfalls stabiler als die Munchkin- oder Magic-Karten) Kartenpapier gedruckt und haben eine "Struktur", was sie irgendwie schöner macht. Das Spielfeld ist auf sehr stabilen Karton gedruckt und ist farbenfroh, detailliert und sehr schön anzusehen. Die anderen Elemente wie Geschwindigkeitsanzeiger, Flugbahnen oder Energieplättchen bestehen auch aus stabilen Karton. Besonders die Aufmachung der Karten muss ich nochmal erwähnen. Die aufgedruckten Namen auf den Karten sind lateinisch (in den Regeln stehen aber natürlich die deutschen Übersetzungen), es gibt keinen Text, die Regeln wurden mit Hilfe von kleinen Grafiken verdeutlicht und die großen Grafiken auf den Karten sind allesamt sehr gut geraten. Mich hat die Aufmachung des Spiels jedenfalls sehr begeistert. Manche sagen, dass die Figuren sich zu leicht verschieben lassen und dass alles irgendwie rutschig ist. Das stimmt zwar, aber wenn man aufpasst kann man das minimieren. Außerdem gibt es ja auch noch eine gewisse Toleranz. Bei unsrem letzten 6-Personen-Spiel (Bilder gibts davon auch) haben sich die Drachen mal mehr oder weniger auf dem Feld verschoben. Vielleicht sind dadurch im gesamten Streckenverlauf 2 - 4 cm verfälscht worden, aber das war uns egal, wir hatten trotzdem großen Spaß. Die Anleitung beschreibt das recht einfache Prinzip des Spiels auf eine gut versändliche und nachvollziehbare Art und Weise. Nach dem ersten Lesen der Anleitung kann man gewöhnlich sofort losspielen. Regelkontroversen gibt es keine.

Spielspaß: Hier könnte man je nach Gruppe auch fünf Sterne vergeben. Wenn man eine Spielergruppe hat, die sich für diese Art von Spielen begeistern lassen, kann man durch die immer neu erschaffbaren Strecken und unterschiedlichen Rennverläufe immer wieder neue Rennabenteuer erleben. In unserer Spielgruppe wird dieses Spiel immer wieder gerne gespielt, allerdings wünschen sich die meisten nach einer Partie eine andere Spielart.

Preis / Leistung: Vier Sterne für dieses Spiel. Drachenreiter ist sicherlich kein Muss für jeden Spieler. Man kann aber gut und gerne sagen, dass jeder Standardspieler mal mehr oder weniger Spaß mit einer Partie haben wird, da es eben doch kein "normales Rennspiel" ist. Freunde von Fantasy dürfen sowieso bedenkenlos zugreifen und wer Rennspiele mag, der wird mit dieser besonderen Art der Ausführung sicherlich seinen Spaß haben. Für das hochwertige Material sind selbst 25 € (war der höchste Preis den ich auf der Spiele '05 gesehen hab - das niedrigste waren 20 €) angemessen.

Die Bilder sind von unserer letzten Spielrunde.

Strategie / Taktik :star::star::star::star: Jetzt kaufen bei
Glück / Zufall :star::star:
Interaktion :star::star:
Anleitung / Material :star::star::star::star::star:
Spielspaß :star::star::star::star:
Preis / Leistung :star::star::star::star:
27.10.05, 10:05:32

Alter_Schwede

Hallo und willkommen im SpieleForum NeoPhoenix,

mutig, gleich mit einer Rezi anzufangen. Aber sehr gelungen. Mir gefällt deine Rezi, guter ausführlicher Still. Kann mir das Spiel gut vorstellen. Interessant finde ich den variablen Streckenplan. Das ist für ein Rennspiel schon mal positiv.

Vom Ablauf erinnert es mich an Formula De und das ist ja auch kein schlechtes Spiel.

Ich freue mich auf viele weitere Rezis ;)

Grüße vom Alten_Schweden
27.10.05, 21:03:19

NeoPhoenix

Hallo Hallo!

Ich bin auch froh hier zu sein ^^.

Eure Seite kenne ich schon seitdem ich auf der Spiel '04 meine Leidenschaft für Brett- und Gesellschaftsspiele wiederentdeckt habe. Danach hab ich die Weiten des Internet abgegrast und eure Seite war ein besonders saftiges Fleckchen, was ich mir gleich mal auf meiner Karte markiert habe.

Auf das Forum bin ich allerdings erst aufmerksam geworden, als ich mir die Rezension von "Fiese Freunde Fette Feten" angesehen habe. Als ich dann nach der Spiel 05 wissen wollte, was andere Leute über Drachenreiter geschrieben haben, ich haber hier noch keine Rezi finden konnte, hab ich mich einfach entschieden selbst eine zu schreiben ;).
Schreiben kann ich ja eigentlich noch ganz gut - so fast frisch aus der Schule hehe.

Naja ich werde wohl auch demnächst weitere Rezis schreiben. Als nächstes werd ich mich mal an einer etwas kürzeren Rezi zu Star Munchkin austoben.

Wenn ich dann mal in der nächsten Spielrunde mit irgendwem "Dungeoneer" ausprobieren kann (habs bisher nur alleine gespielt), werd ich auch dazu was schreiben. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass der Punkt "Anleitung / Material" nicht über zwei Sterne kriechen wird. Ein Freund von mir hat das Spiel schon weiterverkauft, weil er die Anleitung nicht verstanden hat und ich musste schon oft im Internet nachsehen. Naja aber das ist ein anderes Spiel also auch anderes Thema.

Gut, also hier bin ich - erfreuet euch an mir! ;)
27.10.05, 21:30:04

Miraflourid

Ich find die Rezension gut gemacht. Habe mir bisher noch nichts von dem Spiel vorstellen können, aber nun. Wenn die Gelegenheit da ist, werde ich es am Sonntag in Stuttgart mal probieren und bei Gefallen aneignen. Ach ja und die Bilder dazu sind auch toll.

Ahoi
Mira
28.10.05, 07:44:24

Alter_Schwede

Zitat von NeoPhoenix:
Hallo Hallo!

Ich bin auch froh hier zu sein ^^.

Eure Seite kenne ich schon seitdem ich auf der Spiel '04 meine Leidenschaft für Brett- und Gesellschaftsspiele wiederentdeckt habe. Danach hab ich die Weiten des Internet abgegrast und eure Seite war ein besonders saftiges Fleckchen, was ich mir gleich mal auf meiner Karte markiert habe.

Auf das Forum bin ich allerdings erst aufmerksam geworden, als ich mir die Rezension von "Fiese Freunde Fette Feten" angesehen habe. Als ich dann nach der Spiel 05 wissen wollte, was andere Leute über Drachenreiter geschrieben haben, ich haber hier noch keine Rezi finden konnte, hab ich mich einfach entschieden selbst eine zu schreiben ;).
Schreiben kann ich ja eigentlich noch ganz gut - so fast frisch aus der Schule hehe.

Naja ich werde wohl auch demnächst weitere Rezis schreiben. Als nächstes werd ich mich mal an einer etwas kürzeren Rezi zu Star Munchkin austoben.

Wenn ich dann mal in der nächsten Spielrunde mit irgendwem "Dungeoneer" ausprobieren kann (habs bisher nur alleine gespielt), werd ich auch dazu was schreiben. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass der Punkt "Anleitung / Material" nicht über zwei Sterne kriechen wird. Ein Freund von mir hat das Spiel schon weiterverkauft, weil er die Anleitung nicht verstanden hat und ich musste schon oft im Internet nachsehen. Naja aber das ist ein anderes Spiel also auch anderes Thema.

Gut, also hier bin ich - erfreuet euch an mir! ;)


Also das mit dem Erfreuen klappt schon ganz gut! ;)
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Rezis... :cool:

PS: Saftiges Fleckchen, joar... deswegen ist alles auch so grün gehalten...

Nun aber genug off Topic
28.10.05, 17:49:39

tech7

Hallo zusammen,
ich gehöre zwar eigentlich mehr zu denn Lesern, aber zu der Rezension wollte ich dann doch mal was sagen.

Erstmal gefällt sie mir vom Stil und von der Beschreibung her ziemlich gut und würde mich ebenfalls über weitere Rezensionen von dir freuen, aber zu dem Punkt Material möchte ich sagen dass die Meinung von mir und den Leuten mit denen ich in Essen auf der Spiel war und dort das Spiel testen konnte,doch stark von deiner abweichen, ist ja auch nicht schlimm aber für potentielle Käufer vielleicht interessant.
Wie gesagt zum Material, ich würde mir das Spiel mit dieser Ausstattung nie kaufen da ich es ehrlich gesagt für Schrott(das Material, nicht das Spiel) halte. Die Drachen sind zwar aus einem stabilen Plastik aber viel zu leicht wenn man etwas zittrige Hände hat liegen die dermaßen leicht auf den Spielplan, das ist nicht mehr schön und auf Dauer auch nervig. Man muß wenn man die Geschwindigkeitsmarker anlegt oftmals sehr knapp an anderen vorbei und wenn da ein Drache da mehrmals leicht gedreht wird kommt man doch noch um die Kurve rum oder nicht mehr. Zweiter Kritikpunkt, die Drachen sind größer als die Hexagone auf denen sie stehen, das führt dazu dass man einen Drachen der regeltechnik noch aufstellbar ist praktisch nicht mehr passt.
Das wären zwar eigentlich kleine Kritikpunkte, da aber der Standpunkt der Drachen und ihre Ausrichtung für das Spiel von sehr großer Bedeutung sind, ist das für mich eine sehr große Spielspassbremse :(
Wer sich also für das Spiel interressiert sollte für sich selbst entscheiden wie stark in dieser Punkt trifft. Und falls er es nicht weiß Probr spielen.

GRuß tech7

PS:

Zu der Dungeoneer Anleitung gebe ich dir in allen Punkten recht ;) Aber mit der englischen Regel und Kurzanleitung ist es verstehbar
28.10.05, 19:32:31

NeoPhoenix

Ja da hast du auch Recht. Ich habe ja auch extra geschrieben, dass man mit Toleranz an die Sache rangehen sollte ^^. Bei Spaßspielen wie wir sie machen, sind die paar Verschiebungen um wenige Milimeter (insgesamt hab ich ja von 2 - 4 cm Verfälschung geredet bei einem Spiel mit vielen Mitspielern, was eigentlich schon eine ganze Menge ist) nicht ganz so tragisch, das Spiel ist das Ziel, und bei uns gelten die Berührungen der Drachen genauso als Rempler wie auch die Berührungen der Bases.
Aber du hast Recht, ich hätte wirklich erwähnen können, dass die Drachen länger sind als die regeltechnisch geltenden Bases. Aber das sieht man ja auf den Bildern schon ganz gut.
Mit zittrigen Händen hatten wir aber noch keine Probleme.

Wenn man sowas ernsthaftes wie Turniere spielen möchte, dann sind die leichten Figuren und das Anlegen der Strecken wirklich problematisch was die Genauigkeit der Drachenpositionen angeht.

Ich habe gelesen, dass manche unter die Drachen 50-Cent Stücke geklebt haben, wodurch die Drachen schwerer werden und sich nicht so leicht verrücken lassen. Ich meine sogar von jemandem gehört zu haben, der sich unter alle Flugbahnen und Drachen diese dünnen weißen Gumminetzmatten aus dem Baumarkt geklebt hat. Damit sollte es wirklich nicht mehr verrutschen.

Für ein Spiel zum Spaß und unter Freunden ist es aber - jedenfalls in meinen Augen - auch mit dem Standardmaterial ohne größere Streitereien spielbar. Und beschwert hat sich beim letzten 6er ja auch niemand.

Ich würde auch all denjenigen, die jetzt noch aufgrund dieser Tatsache unentschlossen sind, unbedingt das Spiel einmal irgendwo probe zu spielen um sicherzugehen.

Danke tech7, dass du dieses Thema aus einem anderen Blickwinkel angesprochen hast. Es gibt ja immer andere Ansichten über Bewertungen oder auseinanderlaufende Meinungen über Spiele. Ich finde es sehr gut bei einer Rezension auch mal die andere Seite dabei zu haben (ich selbst finde z.B. die Sache mit dem Figurenverschieben nicht so schlimm, aber andere könnten wirklich damit ihre Freude verlieren, hast schon Recht). Jetzt ist die Rezi annähernd perfekt hehe.
28.10.05, 19:50:32

tech7

Hallo nochmals,
ich finde es schön dass du meinen Kommentar konstruktiv aufgefasst hast, so war er ja auch gedacht. Dass man das ganze bei dem Spiel lockerer angehen muss war uns auch klar, aber wir hatten Probleme, manchmal die Grenze zu finden, wie genau oder wie tolerant wir rangehen sollen. Ich hoffe trotzdem mal, dass wenn es eine zweite Auflage geben sollte sie diesen Kritikpunkt aus der Welt schaffen, denn es ist schade wenn eig. gute Spiele mit ihrem Material zu kämpfen haben und für mich ist das so ein Fall, vor allem da wie du schon sagtest der Rest des Materiales wirklich gut ist.

29.10.05, 12:15:23

Gunslinger

Ich persönlich muss der Rezi leider widersprechen:


Beim ersten Spiel in Essen war ich auch begeistert und hab mir das Spiel auch zugelegt. Aber nach weiteren Spielen wieder in der Heimat muss ich leider ernüchternd feststellen: Jede Messe in Essen hat ihren Fehlkauf. Und heuer warens die Drachenreiter.


Mein Problem mit dem Spiel ist folgendes: Es gewinnt nicht der, der am Besten mit seiner Figur zieht, sondern der, der die besten Zaubersprüche zieht. Imo isses ein reines Kartenziehspiel mit daneben mitlaufendem Rennplan.


Weil der Vergleich mit Formula Dé kam: Prinzipiell richtig (auch hier gewinnt, wer am Besten würfelt), aber hier hast Du die Möglichkeiten, mit den Gängen zu hantieren, die Spur zu suchen, und hinzu kommt die "Das riskieren wir jetzt" - Attitüde.


Drachenreiter wird bei mir wohl fürchte ich vor sich hin verstauben... oder irgendwann zum Geschenk werden. Spielen werd ich's kaum mehr...
30.10.05, 11:48:22

Murtl

Hi zusammen!

Da habe ich eigentlich andere Erfahrungen mit Drachenreiter gemacht.

Ich habe einmal ein Spiel ohne Zaubersprüche gespielt, und es war ein ständiges hin und her zwischen den Spielern (war ein Spiel mit nur 2 Personen).

Auch bei den Spielen mit den Zaubersprüchen hatte ich nie das Gefühl, dass die Zaubersprüche das Spiel entscheiden würden. Ein gutes Flugmanöver zur richtigen Zeit bringt eigentlich mehr. Einzig der Zauber Feuerball schein mir ein wenig zu stark, da man mit einem guten Wurf einen Spieler töten kann. Das Problem lässt sich aber mir der Reduktion der Würfel auf 1 lösen.

Meiner Meinung nach ein sehr gutes Spiel, das weniger vom Glück, als vom genauen Einschätzen und Wahl der richtigen Flugbahn abhängt.

In diesem Sinne

Verspielte Grüße
murtl



30.10.05, 13:03:43

tech7

Hm,
die Zaubersprüche kamen uns eigentlich auch eher schwach vor, da man ja doch relativ nah am Gegner sein muss. Sie spielten aufejedenFall eine untergeordnete Rolle. Zum Feuerball, das mag sein aber wir haben konsequent immer doppel-nullen geworfen :D
18.03.06, 22:29:04

tech7

Hallo,
Amigo hat sich die Kritik scheinbar zu Herzen genommen und bietet kostenlose Antirutschfolie an,
http://www.amigo-spiele.de/AM_News_Drachenreiter.Amigo?ActiveID=1016
.
07.11.06, 15:20:25

sagrst130372

Habe mir auch die kostenlose Antirutschfolie besorgt und wir spielen zu Haus das Spiel denn nun auch schonmal öfter-es hat einfach unheimlich viel Flair-und nun verrutschen die Drachen auch nicht mehr....
 
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