Runebound (2.Ausgabe)

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04.07.06, 15:34:35

Chronos

geändert von: Tim - 13.01.07, 01:46:54

Kurzinfos zu Runebound (2. Ausgabe)
Gesamtbewertung
:star::star::star::star::star:Spielbewertung
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Autor Martin Wallace
Darrell Hardy
Verlag Fantasy Flight Games
Erscheinungsjahr 2005
Spieleranzahl 2-6
empf. Alter ab 12
Zielgruppe /
empfehlenswert für
Rollenspieler,
Gelegenheitsspieler,
Spielefan
Spieldauer 2 bis 3 Stunden
(eher 4, je nach Mitspieler)
Preis ca. 40 Euro
Runebound von Fantasy Flight Games

Wandern, Kämpfen, Leveln, Kaufen..

Unserer Spielgruppe war es mal wieder nach einem Spiel mit klassischem Fantasysetting und Rollenspiel-ähnlichem Flair. Nach dem wirklich interessanten "Rückkehr der Helden", wollten wir nun mal "Runebound" ausprobieren, dass dem Ruf anhängt sehr ähnlich zu "Talisman" zu sein. Letztes Jahr erschien das Spiel auch in Deutsch in der neuen Fassung Nummer 2, die nun modellierte Figuren und überarbeitete Regeln bietet.

Das Auspacken des Spiel zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Sehr viele Figuren, Counter und Kärtchen springen einem entgegen. Und alles hat eine sehr gute Qualität und sehr hübsch gezeichnete Grafiken. Lediglich ein paar Tütchen oder Säckchen vermisse ich schmerzlichst. Im Internet bei den Boardgamegeeks gibt es dann auch noch einen fabelhaften Bogen zum Ausdrucken, den man vor sich hinlegen kann. Er fasst die wichtigsten Regeln zusammen und ermöglicht es einem seine Erfahrungspunkte und das Geld etc. zu ordnen. Unbedingt empfehlenswert. Die Anleitung ist super geschrieben. Man versteh auf Anhieb alles beim ersten Mal lesen und durch gute Beispiele kann man es auch gleich ausprobieren. Leider enthält die Anleitung so enorm viele Infos, dass man nicht alles beim ersten Mal auch berücksichtig. Aber dies zeigt nur das Potential, welches das Spiel bietet.

Die Story ist das übliche Fantasy-Blabla: ein böser untoter Magier will drei Runensteine suchen, mit denen er den Drachherrscher erwecken, um das Land zu unterjochen. Jaja... wie auch immer ;) Jedenfalls ist es Aufgabe der Helden entweder den Drachenherrscher selbst zu besiegen (er erscheint als Gegner im späteren Spielverlauf und ist ne harte Nuss) oder man schafft es die drei Runensteine vor ihm zu finden.

Die Mitspieler wählen einen von 12 möglichen Charakteren aus (oder zieht blind) und beginnt das Spiel in einer zentralen Stadt auf dem Spielplan. Jeder Charakter hat Werte für Gesundheit, Ausdauer, Fernangriff, Nahkampf und Magiekampf... sowie eine eventuelle Spezialfähigkeit. Der Spielplan zeigt eine große Spielwelt mit mehreren Städten, Bergen, Wiesen, Flüssen, Wäldern... unterteilt durch Hex-Felder. An bestimmten Punkten liegen Ereignisse verschiedener Schwierigkeitsgrade (grün für leicht bis hin zu rot für bockeschwer). Ein Ereignis ist meistens eine Begegnung mit einem Gegner, den es zu bekämpfen gilt. Kann aber auch eine Mission sein (begleite Händler in die nächste Stadt) oder eine Begebenheit, die alle Mitspieler beeinflußt (alle Wälder brennen und sind nicht betretbar).

Ein Spielzug für jeden Mitspieler läuft folgendermaßen in fester Reihenfolge ab:

Runebound - 2nd Edition1. Wandern
Der Spieler wählt sich ein Ziel aus (z.B eine Quest oder eine Stadt). Es werden nun (je nach Zustand der Kondition) 5 besondere Würfeln geworfen, die verschiedene Landschaftskombinationen anzeigen. So kann man dann seiner Figur eine Art Route planen (z.B. 2 Würfel gehen dafür drauf durch den Fluß zu schwimmen, dann noch 2 für die Wanderung über das Grasland und noch einer den Hügel hinauf zum gewählten Ziel).

2. Ereignis
Ist das Ende der Wanderung eine Quest, zieht man eine entsprechende Karte der gleichen Farbe (z.B. grüne Karte für "einfache" Quest). Darauf befindet sich meist ein Gegner, den es zu bekämpfen gilt. Das Kämpfen geht auch nach bestimmten Regeln vor sich: Zuerst können "vor dem Kampf"-Aktion gestartet werden (z.B. Aktivierung eines magischen Gegenstandes..). Dann geht es immer mit dem Fernkampf los und darauf folgen im Anschluss gleich der Nahkampf sowie der magische Angriff. Ist der Gegner bis dahin noch nicht tot, geht es von vorne los mit dem Dreierblock beim Fernkampf. Man muss sich entscheiden, ob man angreift oder verteidigt. Der Knackpunkt: man darf nur einmal angreifen pro Dreierblock. Greife ich also beim Fernkampf gleich an, muss ich bei den beiden anderen Angriffsarten in die Defensive gehen. So soll man sich auf seine Stärken konzentrieren. Hat man einen oder zwei Begleitpersonen dabei sieht die Sache schon wieder anders aus.

Zum Kampf verwendet man 2W10 Würfel. Ziel ist es immer den gegnerischen Wert auf der Gegnerkarte zu übertreffen; mit dem Würfelergebnis addiert mit den eigenen Charakterfähigkeiten (die hochgelevelt werden können). Ist man erfolgreich verursacht man Schaden bzw. wehrt diesen ab. Durch mitgeführte Gegenstände (Schwerter, Zauber..) kann man den angerichteten Schaden noch erhöhen. Dies geht solange bis der Gegner oder der Held tot ist. Hier haben wir auch schon den größten Negativpunkt des Spiels: während man fröhlich vor sich hinwürfelt und überlegt sitzen die anderen Spieler herum und warten. Bei mehr als 3 Spielern kann dies eine sehr lange Zeit sein.

3. Erfahrung
Für einen besiegten Gegner/erfüllte Quest erhält man die auf der Karte beschriebene Belohnung (meist Geld) und Erfahrungspunkte, welche der Schwierigkeit des Gegners entsprechen. Hat man durch töten genügender Gegner eine bestimmte Summe an Erfahrungen gesammelt können diese in Charaktersteigerungen umgewandelt werden. Man kann seine Kampffähigkeiten in 2er-Schritten erhöhen, um nicht mehr so hoch würfeln zu müssen oder man erhöht seine maximale Gesundheit/Ausdauer.

4. Einkaufen/Stadt
Endet eine Wanderung in einer Stadt zieht man zuerst eine Gegenstandskarte vom allgemeinen Marktstapel und legt sie auf den Marktplatz der jeweiligen Stadt. Hier können sich im Laufe des Spiel unterschiedliche Gegenstände/Gefährten/Tränke/Zaubersprüche ansammeln, die jeder kaufen kann, wenn er das Geld dafür aufbringen kann.

Fazit: Ein sehr spaßiges und spannendes Spiel mit einem gewissen Anspruch. Von mir eine klare Empfehlung für alle, die Rollenspiele mögen oder mal in eine rudimentäre Form des Rollenspiels reinschnuppern möchten. Es gibt sehr viele Karten und auf die Art wird man auch nach mehrmaligen spielen noch nicht alle gesehen haben. Es macht einfach Spaß seinen Charakter hochzuleveln, um auch schwierigere Aufgaben meistern zu können, sowie endlich genug Geld zu sammeln, um die fette Axt zu kaufen.. Dies kann dann leider darin ausarten, dass man ewig am Spiel dransitzt. Wir haben beim ersten Mal über 3 Stunden gespielt und haben dann spaßeshalber mal den Endgegner angegriffen. Trotz erfahrenem Charakter bestand keine Chance ihn zu besiegen. Um dies zu ermöglichen hätte man noch locker 1 Stunde dränhängen müssen. Es war aber schon nach 1 Uhr also hat man abgebrochen ;)

Wichtig ist daher, dass nicht zuviele Leute mitspielen und dann jeder möglichst zügig seinen Zug macht, damit die anderen nicht sinnlos herumsitzen und das Spiel nicht stundenlang dauert. Ich denke drei Spieler sind ideal. Mehr als vier sollten es aber auf keinen Fall sein.

Strategie / Taktik :star::star::star: Jetzt kaufen bei
Glück / Zufall :star::star::star::star:
Interaktion :star:
Anleitung / Material :star::star::star::star::star:
Spielspaß :star::star::star::star:
Preis / Leistung :star::star::star::star::star:
24.07.06, 18:03:28

Chronos

Mittlerweile haben wir das Spiel nun auch zu viert gespielt und meine Ängste haben sich bestätigt ;)

Es dauert ewig! Wir haben um 17:30 Uhr angefangen und ungefährt um 23:30 Uhr waren wir fertig (kleine Essenspause von 15 Minuten inklusive). Man kann also nur erahnen wie lange das Ganze mit 6 Spielern dauern würde.

Ich muss aber sagen, dass einem die Zeit beim Spielen garnicht so lange vorkam, was ja sehr für das Spiel spricht :)
30.07.06, 04:13:37

Makake

liest du eigentlich nie deine PNs? ;)
08.08.06, 12:53:43

Beckikaze

Da ich mittlerweile wahrscheinlich süchtig geworden bin von den Spielen von FFG und dem Heidelberger Spieleverlag, werde ich mir Runebound wohl auch zulegen. Und auch hier tritt die Frage wieder auf: Wieviel Geld kann man in Brettspiele reinbuttern? :)
08.08.06, 13:09:43

monchhichi

Ich glaube das mit dem Geld kennt keine Grenzen mit geht es da genauso und irgendwie werden die Spiele immer mehr und das Geld immer weniger und es ist noch kein Ende in Sicht :)

Gruß Monchhichi
08.08.06, 13:18:52

Beckikaze

Um das übersichtlich einmal aufzulisten; folgende Spiele stehen auf meiner Liste:

Runebound, Descent, Doom Expansion, Warrior Knights, Arkham Horror, Marvel Heroes Brettspiel, World of Warcraft

Summe: ca. 290 EUR. Hmmmm....Sollte da die Vernunft nicht triumphieren? :)
08.08.06, 16:01:51

monchhichi

Zitat:
Hmmmm....Sollte da die Vernunft nicht triumphieren?


Viele würde hier sicherlich ja sagen aber ich kann dazu nur eins von mir geben ! Nein!!!!!!!!!!!!!!!

Denn bei mir tut sie es auch nie :)

Gruß Monchhichi
21.02.07, 11:46:01

Chronos


Hach gestern erst wieder gespielt in einer "schnellen" Dreierrunde mit leicht angepassten Regeln. Ist halt doch ein klasse Spiel. Kannsch schon kaum erwarten, wenn im Frühjahr die neuen Kartenpacks rauskommen.

Ich empfehle beim Spielen, dass immer der linke Nachbar die Herausforderungen für den aktiven Spieler übernimmt... so quasi als Dungeon Lord. Macht das Spiel spannender.
21.02.07, 12:03:06

Dirtbag

Leg dir mal noch die "Midnight" Erweiterung zu - da übernimmt ein Spieler die Rolle des Dungeon Lords. Und daran haben die andern ganz schön zu knabbern. :D

Für Runebound selbst sind auch die Charakterdecks sehr nett. Hab ich hier schon was dazugeschrieben, falls es wen interessiert. Oder einfach PN, dann kann ich eventuelle Fragen (auch zu Midnight) ausführlicher beantworten. ;)
21.02.07, 12:49:18

Chronos


Solange es Midnight noch nicht auf deutsch gibt ist es für meine Abenteuergruppe leider noch uninteressant.
17.08.07, 16:24:24

mavo0013

Habe mir das Spiel letzte Woche gekauft und voller Freude ausprobiert. Dann kam die Enttäuschung: Jede Runde wirr umherlaufen, einen Ereigniscounter erreichen und - kämpfen, kämpfen, kämpfen. Es passiert eigentlich nichts, ausser kämpfen. Ok, den Charakter aufrüsten ist nett, aber sonst?

Ich würde das Spiel gerne mögen, es sieht echt schön aus, und die vielen Erweiterungen sind echt interessant. Aber wenn das alles war... Sehr Ihr für mich einen Grund, das Spiel zu behalten? Warum findet ihr es gut??
17.08.07, 16:43:39

Beckikaze

Also ich für meinen Teil mag das Spiel, weil es eine schöne Atmosphäre erzeugt und man sich (kindlich ausgedrückt) als Abenteurer fühlt. Die Erweiterungskarten bringen vor allem mehr Interaktivität ins Spiel. Vor allem bei "Zepter von Kyros" macht es spätestens Sinn, gegeneinander zu kämpfen. Und dann wird sehr spannend.

Aber mich stört auch am Grundspiel nicht, dass man im Grunde wirklich nur umherläuft und seinen Helden auflevelt. Denn das Kampfsystem finde ich absolut gelungen und spannend, so dass mir auch der 20. Kampf immer noch Spaß macht.

In meinen Augen hat Runebound nur ein Problem:
Ab 4 Spielern kann mans vergessen, denn dann wird die Downtime so elend lang, dass das sonst so chillige Spielvergnügen in blanke Arbeit ausartet.

Ich kann schon verstehen, wenn man Runebound nicht mag, aber ich finds extrem gelungen.
17.08.07, 19:18:31

mavo0013

Stimmt, das Kampfsystem ist gut. Ich hab ja eigentlich auch nix gegen kämpfen, ich hab nur was gegen "ausschließlich" und fast jede Runde kämpfen. Echt schade...
19.08.07, 10:29:43

mavo0013

Nachdem ich es nun ein zweites Mal versucht habe, gebe ich wohl auf, auch wenn das zweite Spiel besser war als das erste.

Dementsprechend verkaufe ich mein Exemplar. Falls jemand Interesse hat, einfach melden. Es handelt sich um die zweite Edition in deutsch.

Ich werde noch einen eigenen Verkaufsthread aufmachen...
06.12.07, 09:24:11

Tharghor

Hallo,
ich habe mal ne Frage zu den Erweiterungen. Wieviele Karten umfasst eiene Erweiterung? Umfassen die verschiedenen Erweiterunge unterschiedlich viele Karten (und wenn ja, wieviele)? Vielen Dank im Voraus
Gruß
Tharghor
 
 
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