| Kurzinfos zu Space Dealer | |
| Gesamtbewertung | :star::star::star::star::star: |
| Besucher-Wertung | bewerten Sie dieses Spiel |
| Autor | Tobias Stapelfeldt |
| Verlag | eggertspiele |
| Erscheinungsjahr | 2006 |
| Spieleranzahl | 3-4 mit einer zweiten Box bis zu 8 |
| empf. Alter | ab 10 |
| Zielgruppe / empfehlenswert für | Gelegenheitsspieler, Oft-/Profispieler, Spielefan/Freaks |
| Spieldauer | exakt 30 Min. |
| Preis | ca. 30 Euro |
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Wir befinden uns in einem fiktiven Sternensystem in dem 8 Planeten um die Vorherrschaft streiten. Dabei geht es nicht etwa um eine kriegerische Auseinandersetzung, sondern viel mehr um Angebot und Nachfrage - kurz: Dem Handel von Waren! Denn jeder Ausbau und jede wissenschaftliche Errungenschaft eines Planeten erzeugt eine Nachfrage, die die anderen Planeten versorgen können. Solche Abhängigkeiten stellen letzten Endes heraus, wer der wahre Herrscher ist.
In SPACE DEALER übernimmt jeder Spieler einen dieser Planeten und kann diesen nach Belieben ausbauen, erweitern und entwickeln. Dabei geht es in erster Linie darum, Minenkomplexe anzulegen, die Rohstoffe fördern. Diese müssen jedoch (wie alle Entwicklungen) mit Energie versorgt werden. Dazu hat man normale Generatoren zur Verfügung die im späteren Verlauf durch neue Technologien ersetzt werden können, die noch mehr Einrichtungen versorgen. Es gibt 4 abzubauende Rohstoffe, die namenlos in rot, gelb, blau und grün unterteilt werden. Hat man Rohstoffe abgebaut und sieht, daß diese einem anderen Planeten fehlen, muß man sein Schiff bemühen, die Ressourcen zu transportieren. Dabei geht dieses reihum Schritt für Schritt zum jeweiligen Spieler. Jede Mine oder sonstige Einrichtung erzeugt eine solche Nachfrage, die auch NUR von anderen Spielern beglichen werden kann. Dabei bekommen Rohstoffsteller und der -nachfrager jeweils eine gewisse Zahl an Punkten, die letztlich über den Sieg entscheiden. Dabei ist dieses Spiel nicht zuende, wenn ein Spieler eine konkrete Anzahl von Punkten erreicht hat, sondern jedes Spiel geht EXAKT 30 Minuten lang.
Für ein Handelsspiel im Weltraum mit Technologien, Schiffen, Rohstoffen etc sind 30 Minuten eine ungewöhnlich kurze Zeit, allerdings setzt genau hier der eigentliche Knackpunkt des gesamten Spiels ein: Alle Aktionen aller Spieler geschehen in Echtzeit! Das bedeutet, daß die Spieler unabhängig voneinander zur gleichen Zeit agieren. Im ersten Moment klingt das nach totalem Chaos, aber um langsamere Menschen nicht auszuschließen kommen nun die Hauptwerkzeuge von SPACE DEALER ins Spiel. Jeder Spieler besitzt 2 Sanduhren (mit 1 Minute Laufzeit), die die eigenen Roboterarbeiterdronen repräsentieren. Um eine Aktion durchzuführen, muß so eine Sanduhr komplett abgelaufen sein. Um eine Technologie zu erforschen, forschen die Roboter 1 Minute lang rum. Um zum naheliegendsten Planeten zu reisen, navigieren die Robis 1 Minute lang das Schiff. Um Rohstoffe abzubauen, ackern die Roboter für 1 Minute in den jeweiligen Minen... usw. Das gesamte Spiel ist somit weniger hektisch, da man schnell mal 2 Aktionen beschließt und dann 30-40 Sekunden zum Denken hat, bis die erste Sanduhr wieder abgelaufen ist.
Neben den sehr robusten Sanduhren liegt SPACE DEALER für jeden Spieler ein Planetenset bei, an dem man seine eigene kleine Heimatwelt aufbauen kann. Dies macht man dann mit Technologiekarten, welche in 3 Kategorien unterteilt sind. Die aus Kategorie 1 werden vor dem Spiel auf die Hand der Spieler verteilt. Karten der Kategorie 2 und 3 können nach Erlernen eines neuen Technologielevels gezogen werden. Jedem Planeten ist nur 1 Raumschiff zugeordnet, weswegen die angehenden Imperatoren durchaus darauf achten müssen, wohin sie dieses lenken und wieviel Rohstoffe sie ihm mitgeben. Außerdem besitzt jeder Spieler einen Vorrat von Siegpunktemarkern. Diese werden während der Partie auf die einzelnen Nachfragestellen gesetzt, um zu markieren, daß diese vom jeweiligen Spieler beglichen wurden. Gespielt wird um einen zusammensteckbaren Ring aus Planeten, der neben der Flugroute auch gleichzeitig den Spielstand (die Siegpunkte) angibt. In der Mitte des Ringes liegen dann die Karten und Rohstoffe. Eine schwarze Tischdecke ist sehr zu empfehlen!!
Sämtliches Material scheint dem ersten Eindruck nach durchaus lange haltbar zu sein. Die Rohstoffe und die Siegpunktemarker sind aus gefärbten Holz und heben sich damit sehr stark vom absichtlich sehr dunkel gehaltenen Rest ab. Als einziges Manko sehe ich die Karten an, die teilweise nicht so konsequent und intuitiv einige Symbole benutzen, wie man es im ersten Moment vermutet. Die generelle Optik ist nicht umwerfend, aber erfüllt ihren Zweck und wird durch die Holzteile, Sanduhren und dem ungewohnten Aufbau zusätzlich angehoben.
Richtig gut durchdacht ist hingegen die Ausbaufähigkeit auf 5-8 Spieler, da alle Spieler-relevanten Einzelteile beidseitig bedruckt sind. Es reicht also, ein identisches Set ein zweites Mal zu kaufen und man kann durch einfaches Umdrehen auf die anderen Planeten zugreifen.
Man sollte unbedingt noch erwähnen, daß dem Spiel KEINE 30 minütige Sanduhr beiliegt. Zur Spielzeitmessung hat sich der Autor was ganz anderes einfallen lassen: Es liegt eine CD mit einem Audiotrack bei, der das Spielgeschehen atmosphärisch unterstützt und in regelmäßigen Zeitabständen die verbleibende Zeit in Form eines Countdowns angibt.
Alleine schon wegen dem ungewöhnlichen Mechanismus ist SPACE DEALER eigentlich schon ein Pflichtkauf für Spielefreaks. Zudem kann es aber auch spielerisch begeistern! Man spielt 30 Minuten lang äußerst vertieft, was aber gerade durch die Zeitbegrenzung auch für Personen möglich sein sollte, die meist eher ungehalten sind und sich nicht so vertiefen wollen. Begeistern wird jeden Strategie-Fan die unbeschränkte Handlungsfreiheit. Damit meine ich nicht, daß man unglaublich viele Möglichkeiten hätte, sondern daß man recht unabhängig von anderen seine Entscheidungen fällt. Kinder und Anfänger dürften nicht ganz so begeistert sein, da zumindest vor dem ersten Spiel einiges erklärt werden muß und während des Spieles Regelnachfragen einfach zeitlich begrenzt sind. Aber spätestens beim zweiten oder dritten Spiel sollte dies behoben sein. Zwar ist SPACE DEALER einerseits ein recht kurzes Spiel, dennoch würde ich nicht empfehlen, es mehr als einmal am Abend anzufangen. Man ist doch recht intensiv einbezogen und hat tatsächlich das Gefühl, ein genauso umfangreiches Spiel wie z.B. Siedler oder sonstige rundenbasierte Konsorten gespielt zu haben.
Richtig negative Punkte gibt es eigentlich nicht. Zum einen liegt das daran, daß man bei einem 30min Spiel leichte unausgeglichene Verläufe verzeiht, zum anderen ist es wirklich sehr ausgeglichen. Ich habe mir sagen lassen, daß es über 40 verschiedene Testversionen gab und dementsprechend fühlt sich das Spiel auch an. Das einzige Problem ist halt, daß der Sieg davon abhängt, was andere für eine Nachfrage schaffen und ob man diese überhaupt vor den Mitspielern erreichen kann. Wenn die Spieler um einen herum keine Nachfrage schaffen, wird es für einen schwierig, die Siegpunkte zu ergattern. Aber sowas kommt nur begrenzt vor und man kann es auch dann verschmerzen.
Vielleicht sollte man abschließend erwähnen, daß dieses Spiel keinesfalls von den schnellsten Spielern entschieden wird. Ebenso wenig von den Langzeit-Denkern. Es ist vielmehr wichtig den Überblick zu behalten und möglichst kühl die Entscheidungen zu fällen, was die Roboter als nächstes tun sollen.
| Strategie / Taktik | :star::star::star::star: | Spiel kaufen bei![]() |
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| Glück / Zufall | :star::star: | ||
| Interaktion | :star::star::star: | ||
| Anleitung / Material | :star::star::star::star::star: | ||
| Spielspaß | :star::star::star::star::star::star: | ||
| Preis / Leistung | :star::star::star::star::star: |
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