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Dirtbag

(VielSpieler)

StarCraft ist nicht nur ganz interessant, es ist eines der besten momentan erhältlichen Spiele dieses Genres. Absolut empfehlenswert!

Mir fehlt jetzt leider grade etwas die Zeit, um mich ausführlicher zu äußern, weshalb ich heute abend nochmal was zum gesamten Thema schreiben werde.

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
16.03.11, 13:37:43

Dirtbag

(VielSpieler)

geändert von: Dirtbag - 16.03.11, 20:18:40

So, dann wollen wir mal...
Vorschläge für deine Wunsch-Kategorien gibts etliche, die sich zum Teil auch überschneiden. Ich geh's mal der Reihe nach durch.

Zitat:
RPG im Mittelalter, Monster, viele Waffen, umfangreiche Regeln:

1.) Descent - Reise ins Dunkel
Ein sehr umfangreicher DungeonCrawler mit massig Material. Ein Spieler spielt den bösen Overlord und kontrolliert Monster und Fallen, die anderen maximal 4 Mitspieler übernehmen die Heldenrolle. Im Gegensatz zu vielen anderen Brettspielen mit Spielleiter ist der Overlord in Descent nicht der nette Geschichtenonkel von nebenan, der zur Erheiterung der Helden hin und wieder n paar Monster losschickt, sondern durchaus gleichberechtigter Gegenspieler. Helden können sterben. Und sie werden sterben. Unterm Strich weniger Rollenspiel als taktisches Miniaturenspiel, nichtsdestotrotz sehr gut.
Gegenstände und Monster gibts haufenweise und mit einer Spielzeit von 5+ Stunden sorgt Descent für gefüllte Abende.

2.) Runebound 2nd Edition
Spielt im gleichen Universum wie Descent, aber an der Oberfläche. Jeder Spieler hat einen Helden, es gewinnt wer zuerst den bösen Oberboss tötet. Dazu sind die Helden am Anfang natürlich zu schlecht ausgerüstet und zu schwach. Also wird gelevelt und Ausrüstung gekauft, was das Zeug hält. Im Prinzip Diablo 2 als Brettspiel - Monster töten um stärker zu werden um mehr stärkere Monster zu töten. Die Story interessiert eigentlich nur am Rande, Hauptsache moschen. Ich beende das Spiel regelmäßig mit nem Stapel unerfüllter Quests - Quests geben keine Erfahrung, Monster schon. Also geh ich Monster kloppen.
Auch hier gibt es Gegenstände bis zum Abwinken und mindestens ebenso viele Monster sowie ein nach oben offenes Levelsystem (bei Brettspielen extrem selten). Wirds irgendwann langweilig, kaufst du dir eine von den zig Erweiterungen (wir haben inzwischen 3 große und mehrere kleine) und kloppst weiter.

3.) Arkham Horror
Nicht wirklich Mittelalter, sondern USA in den 30er Jahren (im Universum von H.P. Lovecraft). Die Welt wird von unsagbar bösen und mächtigen Wesen bedroht, die aber momentan noch schlummern. Allerdings gibt es Kulte, die daran arbeiten, diese Götter zu erwecken, was die Zerstörung der Welt zur Folge hätte. Arkham Horror ist komplett kooperativ, alle Spieler arbeiten gemeinsam daran, das Spiel zu besiegen. Ständig tauchen irgendwo Monster auf, es öffnen sich Tore in die Vergangenheit oder Zukunft und die Bedrohung durch den Großen Alten (z.B. Cthulu persönlich) nimmt ständig zu.
Unheimlich viel Material, super Atmosphäre beim Spielen und relativ nah an "richtigen" Rollenspielen. Vor allem, wenn man die Kartentexte nicht selbst liest, sonder vorgelesen bekommt (dadurch sind die Konsequenzen einer Aktion nicht sofort ersichtlich, man muss sich zuvor entscheiden). Auch hierfür gibt es inzwischen etliche Erweiterungen.



Zitat:
Strategiespiel (Krieg), Zeit egal, verschiedene Völker mit verschiedenen Einheiten, abwechslungsreich

1.) StarCraft - Das Brettspiel
Wenn es kein realer Kriegsschauplatz sein muss und man sich mit bis zu 5 anderen Leuten bekriegen möchte, führt eigentlich kein Weg an StarCraft vorbei. Das "Spielbrett" besteht aus verschiedenen miteinander verbundenen Planeten und sieht jedes Mal anders aus. Alle drei aus dem PC-Spiel bekannten Rassen sind mit jeweils zwei Fraktionen vertreten, die alle individuelle Siegbedingungen haben. Um die dicken Einheiten zu bauen, muss man erst die Fabriken errichten und upgraden. Gekämpft wird hier nicht mit Würfeln, sondern mit einem Kampfkartendeck, was sehr gut funktioniert und über Forschung noch mit Karten für Spezialfähigkeiten der diversen Einheiten ergänzt werden kann (Yamato-Kanone für den schweren Kreuzer, Bunker für die Marines, etc). Die Spielzeit bleibt selbst mit 6 Spielern im Rahmen (3-4 Stunden), der Platzbedarf ist dann allerdings enorm.

2.) WarCraft - Das Brettspiel
Ging leider zwischen all den anderen Spielen etwas unter, macht aber auch sehr viel Spaß. Es gibt die vier aus dem PC-Spiel bekannten Rassen, auch der restliche Spielablauf ähnelt dem PC-Spiel stark. Die Arbeiter bauen Holz und Gold ab, mit dem du dir Gebäude, mehr Arbeiter, Einheiten oder Upgrades kaufst. Bist du soweit, wird angegriffen. Die Kämpfe in WarCraft scheinen auf den ersten Blick relativ einfach, bieten aber dank Flankenregel viel Raum für taktische Spielereien. Mit der Erweiterung kommen noch Helden dazu (3 pro Rasse).
Inzwischen oft für recht wenig Geld als Bundle aus Grundspiel plus Erweiterung zu bekommen. Ist es definitiv wert.

3.) Twilight Imperium
Darf hier natürlich nicht fehlen. DAS epische Strategiespiel schlechthin. Allerdings hat das den Haken, dass man erstmal ausreichend Mitspieler dafür finden muss. Mit einer Spielzeit von 8+ Stunden ist spontanes Spielen eigentlich nicht drin. Nichtsdestotrotz ein sehr gutes Spiel, das bei weitem nicht so kriegerisch ist wie oft angenommen.


Dungeon Lords lass ich einfach mal so stehen, es ist ein gutes Spiel, mit dem du definitiv nichts falsch machst.

Galaxy Trucker kann ebenfalls stehen bleiben. Außerdem gehen StarCraft und Twilight Imperium durchaus auch als "galaktisch" durch, denk ich. lachen

Zitat:
Überraschungsspiel

Hier hätte ich zwei Vorschläge...
1.) Im Wandel der Zeiten
Du fängst in der Bronzezeit an und führst deine Zivilisation quer durch die Zeit bis ins Hier und Jetzt. Dazu stehen dir diverse Technologien, Führerpersönlichkeiten wie Ghandi, Dschingis Khan oder Jeanne d'Arc, alle möglichen Gebäude sowie verschiedene Militäreinheiten zur Verfügung. Wie du deine Zivilisation letztendlich gestaltest, liegt an dir. Das Spiel wirkt, wenn man es sich anschaut, erstmal recht trocken. Spätestens beim Spielen legt sich das aber und man ist mit dem Errichten seiner Zivilisation beschäftigt.

2.) Earth Reborn
Ganz frisch dieses Jahr erschienen, vereint Earth Reborn Tabletop, Brettspiel und Rollenspiel in sich. Gespielt wird mit gut gestalteten Minis auf einem voll modularen Spielfeld. Sämtliche Gelände- oder Raumelemente sind zerstörbar, etliche Räume haben Spezialfähigkeiten, es gibt viel Ausrüstung, die Charaktere unterscheiden sich sehr deutlich voneinander. Mit jedem neuen Szenario im Szenarienheft kommen zwei neue Regeln dazu, wodurch der Leseaufwand gering bleibt und die bekannten Regelmechanismen sitzen, wenn die neuen Regeln ins Spiel kommen. Sehr hoher Wiederspielwert - ich hatte bisher (ich habe Szenario 1-3 jeweils 3mal gespielt inzwischen) immer einen anderen Spielverlauf.

Ist jetzt doch etwas länger geworden, ich hoffe du kannst etwas damit anfangen.
Bereits erwähnte Spiele hab ich mal nicht nochmal mit aufgelistet (z.B. den sehr, sehr guten Ringkrieg), sonst wärs noch länger geworden. lachen


Edit:
Fasst hätt ich's vergessen...
Laut Heidelberger (habs dort durch Zufall im Forum gelesen) ist der Lizenzvertrag zwischen FFG und Blizzard ausgelaufen, weshalb sämtliche FFG-Spiele mit Blizzard-Lizenz auslaufen und nicht wieder neu aufgelegt werden. Weder deutsch noch englisch.
Also sprich: von StarCraft, WarCraft und sämtlichen WoW-Spielen werden jetzt nur noch die Bestände abverkauft. Danach sind sie weg.

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
16.03.11, 20:14:30

bi0qaw

(Kleines Spielkind)

Danke für die Antworten, gehen wir also mal der Reihe nach:

DSA lass ich mal so stehen.

Descent und Dungeon Lords scheinen mir nach der Beschreibung sehr ähnlich, ist dem so?

Hab bei einem Freund schon Runebound 1 gespielt und fand es sehr aufs Monster kloppen ( eher eintönige Kämpfe ) beschränkt. Nach deiner Beschreibung ist Nr. 2 mehr oder weniger das gleiche.

Die Rezis von Arkham sind vielversprechend, vllt wird das was.

Bei Starcraft komm ich mit den Planeten nicht ganz mit, kenne es nur vom PC-Spiel her und da ist es wie die meisten Strategiespiele eifach eine Map und auf dieser laufen die Kämpf ab.

WarCraft wirk auf mich irgendwie langweilig.

Twilight Imperium steht auf der Liste, das Problem mit den Mitspielern kann sicherlich iwie gelöst werden ( da hat man bei RPGs wahrscheinlich die grösseren Probleme ).

Der Wandel der Zeiten hört sich ein Bisschen nach einem Empire Earth Brettspiel an. Was mich aber interessiert sind die Militäreinheiten Ghandis, die lassen sich doch nicht einfach verkloppen?

Von Earth Reborn kann ich mir noch nicht wirklich eine Meinung bilden.

Mit deiner letzen Aussage zwingst du mich fast WoW und SC zu kaufen, hmmmmmmm.




16.03.11, 21:26:15

Dirtbag

(VielSpieler)

Nein, Descent und Dungeon Lords sind so weit auseinander wie es weiter fast nicht geht.
Dungeon Lords ist ein Optimierungsspiel, bei dem dein Ziel möglichst viele Siegpunkte am Ende sind. Dir stehen diverse Optionen pro Zug zur Verfügung, mangels Ressourcen kannst du aber nicht alle davon nutzen, sondern musst deinen Zug so optimieren, dass das Maximum für dich dabei herausspringt. Im Prinzip ist Dungeon Lords wie Agricola, nur in nem Dungeon statt auf nem Bauernhof.

Bei Descent sind Siegpunkte völlig egal. Eine Truppe Helden kämpft sich durch ein mit Monstern vollgestopftes Dungeon, während der Overlord ständig versucht, sie zu töten. Damit es für den Overlord nicht zu einfach und für die Helden zu schwer wird, haben sie zu Beginn einen Vorrat an Questmarkern. Stirbt ein Held, verlieren die Helden eine bestimmte Anzahl davon. Haben sie keine Questmarker mehr, war's das. Ebenso gilt: ist der dicke Boss tot, war's das für den Overlord. Ob die Helden zu diesem Zeitpunkt nun einen oder 50 Questmarker haben, spielt absolut keine Rolle.
Wie Runebound ist aber auch Descent extrem kampflastig. Eigentlich noch kampflastiger, da es keine alternativen Aktionen gibt. Kämpfen und Bewegen, fertig aus. Wie gesagt, Descent ist mehr taktisches Miniaturenspiel denn ein Rollenspiel.

Im Grunde genommen musst du dir erstmal selbst klar werden, was du haben möchtest. Wenn du die Möglichkeiten eines richtigen RPGs suchst, kauf dir ein Pen&Paper-Regelwerk. Denn das gibt es bei Brettspielen nicht. Arkham Horror ist noch am nächsten an Rollenspielen dran. Und Runebound hat so ziemlich das komplexeste Kampfsystem bei Brettrollenspielen. Das Kampfsystem vom WoW-Boardgame ist im Prinzip das gleiche System, nur etwas aufgeblasen. Der Effekt bleibt sich aber gleich.

Noch näher dran ist das momentan nicht mehr produzierte Battlestations - eine Mischung aus Brettspiel und Pen&Paper.

Midgard - Das Brettspiel haben wir ebenfalls, ich persönlich finds ganz nett, mehr aber auch nicht. Mit Rollenspiel hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Man rennt ständig von A nach B, um irgendwelchen uninteressanten Kram abzuliefern. Nach 3 Stunden geht man dann den blassen Oberbösewicht verhauen und hat gewonnen. Da geh ich lieber ein paar Monster verhauen. Zudem hat das Spiel einige Regellücken.

Zu StarCraft:
Die Planeten bilden die Karte, auf der gespielt wird. Das ist erstmal etwas Umgewöhung vom PC-Spiel, funktioniert aber sehr gut. Jeder Planet hat zwischen 2 und 4 Sektoren, auf denen sich Einheiten aufhalten können. Bewegt man nun eigene Einheiten in einen Sektor mit feindlichen Einheiten, wird gekämpft. StarCraft hat als Brettspiel quasi einen größeren Maßstab als das PC-Spiel. Während du beim PC-Spiel nur auf einem kleinen Gebiet eines Planeten kämpfst, bist du beim Brettspiel auf mehreren Planeten gleichzeitig vertreten.

WarCraft:
Ja, mag sein, dass es langweilig klingt. Ist es aber nicht. Hätte ich es noch nicht, für die grob 30€ die man für Basisspiel plus Erweiterung zusammen bezahlt, würde ich es mir auf jeden Fall nochmal kaufen.

Im Wandel der Zeiten:
Deine Führerpersönlichkeit hat nur Einfluss auf bestimmte Bereiche. Zudem gibt es keine festen Völker, jeder startet mit den gleichen Voraussetzungen. Die Zivilisationen entwickeln sich im Laufe des Spiels. Insgesamt ist auch Im Wandel der Zeiten ein relativ abstraktes Spiel, das im Prinzip nur aus sehr vielen Karten und mehreren Zählleisten besteht. Wie gesagt, es wirkt auf den ersten Blick nicht besonders spannend. Aber manchmal täuscht dieser erste Blick eben. zwinkern

Wenn du Bilder zu den Spielen suchst, schau mal hier:
Boardgamegeek

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
16.03.11, 23:12:37

bi0qaw

(Kleines Spielkind)

Dann wohl eher Descent, mir gefällt das mit den Siegespunkten nicht wirklich ( könnte man sicherlich abändern ).

Weiter zu den Kampfsystemen, so wie ich Runebound kenne ist das Kampfsystem sehr simpel ( habe die Regeln nur erklärt bekommen ).
Personen / Monster haben Fernkampf, Nahkampf und Magie. Diese sind in Zwei teile unterteilt ( mist, dass hört sich beschissen an ), den Schaden und die Zahl die zu Würfelergebniss dazugezählt wird.
Also ca. so:
Fernk. Nahk. Magie.
2/1 1/0 2/2

Bei den Monster sieht es ein Bisschen anders aus:
14/1 13/1 15/0

Der Spieler muss mit Würfeln + der Ersten Zahl ein höheres Ergebnis erzielen als die vordere Zahl des Monsters, wer das höhere Ergebnis hat fügt dem anderen so viel Schaden zu wie die hintere Zahl angibt.

Je nach Monster kommen noch kleine Extras dazu aber sonst ist nicht viel mehr dran oder bin ich da falsch?

Midgard nehm ich nicht.

Starcraft + Warcraft sind noch mit im Rennen.
Ist das Kampfsystem bei SC ähnlich wie bei Risiko?

Wie ist das in Wandel der Zeiten mit den "Zeitaltern" geregelt und wie viele gibt es davon?


Danke für die schnellen / hilfsreichen Informationen

bi0qaw
17.03.11, 18:32:32

Dirtbag

(VielSpieler)

Mit dem Kampfsystem bei Runebound hast du prinzipiell recht, aber du hast ein kleines, aber wichtiges Detail vergessen: den Modifikator.
So wie du es beschreibst, sieht es ganz am Anfang aus - ohne Ausrüstung, ohne Level-Up. Immer wenn dein Held einen Level aufsteigt, darfst du ihn etwas verbessern und dir ein Token deiner Wahl nehmen, womit du die jeweilige Eigenschaft um +2 verbesserst. Außerdem gibt es Gegenstände, durch die du ebenfalls Boni auf deine Werte bekommst.
Unterm Strich bedeutet das, dass du mit dein Beispiel-Monster mit steigendem Level immer einfacher besiegst, weil du immer niedrigere Würfe dafür brauchst. Irgendwann musst du möglichweise gar nicht mehr Würfeln, da deine Grundwerte bereits so hoch sind, dass dir ein Wurfergebnis von "1" schon reicht.
Und ja, es ist simpel. Aber es ist wie gesagt unter den Brettspielen mit das Komplexeste, was du bekommst. Hier hast du eine Unterteilung in 3 verschiedene Schadensarten plus Effekte, die vor dem Kampf eintreten. Bei den meisten anderen Spielen dieser Art sieht es so aus: du würfelst, schaffst die angegebene Grenze (oder auch nicht) und das Monster ist tot (oder auch nicht). Es gibt keine Monster mit mehreren Lebenspunkten (oder nur selten) und es gibt keine verschiedenen Angriffsarten.

Im Grunde genommen ist die Entscheidung für oder gegen Runebound nicht schwer.
Hast du Freude daran, einfach deinen Helden hochzuleveln und dabei Horden von Monstern dahinzuschlachten, auch wenn die Story dabei auf der Strecke bleibt (Hack'n'Slay)? Dann kauf Runebound und werd glücklich.
Oder willst du abwechslungsreiche Quests, tiefsinnige Story und hin und wieder mal einen Kampf? Dann lass die Finger davon.

Zu StarCraft:
Nein, das Kampfsystem ist völlig anders. Es gibt nämlich keine Würfel.
Bei StarCraft gibt es ein Kampfkarten-Deck. Diese Kampfkarten haben jeweils zwei Angriffs- und zwei Verteidgungswerte sowie ein bis zwei auf ihnen abgebildete Einheitentypen (z.B. Marine und Feuerfresser). Weiterhin stellst du immer Paarungen auf, die einzeln abgehandelt werden. Hast du beispielsweise einen Marine und einen Adler und der Gegner zwei Berserker ergibt das zwei Paare, die nacheinander kämpfen. Nun wählst du eine deiner Kampfkarten aus deiner Hand: zeigt sie die Einheit, die gerade kämpft, zählt der groß gedruckte, in der Regel höhere Wert bei Angriff und Verteidigung. Zeigt sie eine andere Einheit, als die momentan kämpfende, dann gelten die klein gedruckten, schlechteren Werte. Der Gegner macht das Gleiche. Die Karten werden aufgedeckt, die Werte verglichen. Ist dein Angriffswert gleich oder höher als der Verteidigungswert des Gegners, wird er vernichtet. Gleiches gilt auch bei deiner Einheit.
Das klingt jetzt erstmal recht kompliziert, funktioniert in der Praxis aber sehr gut. Der Glücksfaktor ist ebenfalls nicht übermäßig hoch, da du durch Forschung und vor einem Kampf Karten ziehst. Nichts passendes auf der Hand hat man höchstens dann, wenn in einer Runde wirklich extrem viel gekämpft werden sollte. Wir hatten den Fall bisher noch nicht. Man kann aber natürlich eine falsche Karte bewusst spielen, da die Einheit selbst mit der richtigen Karte gegen die feindliche Einheit (z.B. Berserker gegen schweren Kreuzer) keine Chance hat.

WarCraft:
Das Kampfsystem von WarCraft ist eher mit Risiko zu vergleichen, wenn auch weniger glückslastig. Deine Einheiten haben einen gewissen Bereich, den du beim Würfeln nicht überschreiten darfst, damit sie treffen (anfangs treffen sie mit z.B. mit 1-2). Jede Einheit hat einen Würfel, willst du also mehr Würfel, brauchst du mehr Einheiten. Verbesserst du deine Einheiten, steigt ihre Trefferwahrscheinlichkeit bis zu einem Maximum von Treffern bei 1-5, außerdem erhalten manche Einheiten auf der höchsten Ausbaustufe noch Spezialfähigkeiten, die bei einem Wurf von "1" getriggert werden. Unterschieden wird außerdem in Fernkampfeinheiten, Flugeinheiten und Nahkampfeinheiten. Zusätzlich gibt es Magie.
Wie gesagt: ein gutes Spiel, das ich mir zu den momentanen niedrigen Preisen einfach kaufen würde. Es ist nicht das beste Spiel aller Zeiten, aber es macht Spaß und bietet, vor allem zu den aktuellen Preisen, viel.

Im Wandel der Zeiten:
Es gibt insgesamt 3 Epochen, die einfach von I bis III durchnummeriert sind sowie die Antike als Startepoch (gekennzeichnet mit "A"). Sind die Karten einer Epoche aufgebraucht, wechselt man in die nächste Epoche. Direkte Auswirkung davon ist, dass manche Dinge veralten und abgelegt werden müssen. Einen politischen Führer aus der Antike musst du etwa spätestens am Ende von Epoche I ablegen.
Drei Epochen klingt jetzt erstmal nicht nach viel, aber wenn du das Expertenspiel spielst (also alle drei Epochen), dann wirst du gute 4 Stunden beschäftigt sein. Also keine Sorge. zwinkern

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
17.03.11, 19:27:55

bi0qaw

(Kleines Spielkind)

Der Modifikator trägt in meinen Augen nicht sehr viel bei, da es dich nur verbessert.
Gibt es kein Spiel bei dem das Monster verschiedene Angriffe / Elemente oder so ähnlich hat? ( Ist ja das Problem an dem immer meine eigenen Spiele scheitern )

Runebound zeichnet sich hauptsächlich / nur durch die Objekt / Monstervielfalt aus also muss ich es mir noch überlegen.

Wie werden dann die Paare gebildet? Mann schaut ja immer darauf dass man mit seinen Einheiten die Einheiten des Gegners angreiffen kann die schwach gegen die Eigenen sind, der Gegner jedoch will das auf jeden Fall verhindern. ( Beispiel Mittelalter : Ich habe Bogenschützen und der Gegner hat Infanterie und Reiter. Ich möchte das die Bogenschützen gegen die Infanterie kämpfen und er möchte seine Reiter in den Kampf schicken )

Wie ist es mit der Einheitenanzahl bei SC / WC ? Hat man da nur einzelne ( wie bei Risiko ) oder mal auch n ganzen Haufen auf dem Brett ?

So wie ich das verstehe kann man in WdZ mehrere "Helden" gleichzeitig auf dem Feld haben.
Finde 4h nicht sehr lange für ein Brettspiel.

greez bi0qaw
17.03.11, 21:27:58

Dirtbag

(VielSpieler)

Zitat:
Gibt es kein Spiel bei dem das Monster verschiedene Angriffe / Elemente oder so ähnlich hat?

Einfache Antwort: nein.
Und der Grund ist ebenfalls ganz einfach: Regelkomplexität.
Man könnte natürlich ein Spiel kreieren, in dem jedes Monster zig verschiedene Angriffsmöglichkeiten in verschiedenen Elementen und/oder Angriffsarten hat und je nach Spezialisierung des Helden reagiert. Aber das sind Unmengen an Regeln, die dazu nötig sind. Und das wiederum steht in keinem Verhältnis zur durchschnittlichen Spielzeit eines Brettspiels.
Willst du sowas, kauf dir ein Pen&Paper-Regelwerk. Oder spiel am PC. In einem Brettspiel wirst du das nicht finden.


Die Paare bei StarCraft bildet der Angreifer, der Verteidiger hat in diesem Fall nichts zu melden.

Die Einheitenanzahl ist bei StarCraft recht überschaubar, mehr als 6 Einheiten gleichzeitig werden nicht angreifen.

Bei WarCraft können es mehr sein, aber Horden wirst du nirgends ins Gefecht führen.
Willst du eine ganze Armee unter deinem Kommando, musst du nach anderen Spielen schauen.
Battles of Westeros wäre da eine Option, hab ich selbst aber noch nicht gespielt.
Oder eben dann richtige Tabletops wie Warhammer, die dann aber sowohl zeitlich als auch finanziell andere Anforderungen haben als Brettspiele.

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
17.03.11, 21:54:38

bi0qaw

(Kleines Spielkind)

An die Grenzen mit der Regelkomplexität bin ich (leider) auch schon gestossen.

Wie kann man mit Zergs dann effektiv angreiffen? Man nennt sie ja nicht einfach so " Den Schwarm "? Oder repräsentiert dann eine Zergeiheit mehrere Zergs?

Warhammer kommt nicht in frage, da es mir das Geld nicht wert ist (300 Sfr. für n Starterset) und mich das Zusammenbasteln nicht sehr interessiert.

18.03.11, 16:56:03

Dirtbag

(VielSpieler)

Nein, ein Zergling ist ein Zergling. Er ist natürlich etwas schwächer als z.B. ein Berserker, kostet dafür aber auch nur halb soviel.
Wenn man einen Kampf beginnt und die Einheitenanzahl nicht exakt gleich (z.B. 2 Marines gegen 4 Zerglinge), dann dürfen die überzählingen Einheiten die jeweiligen Fronteinheiten unterstützen und heben dadurch deren Angriffsstärke an.

Wie gesagt, ich kann StarCraft nur empfehlen.
Aber jetzt hier das 48-seitige Regelheft zu erläutern würde dann doch etwas zu weit führen. zwinkern

Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.
19.03.11, 14:49:51
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