| Napoleon in Europe |
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| Autor |
Glenn Drover |
| Verlag |
Eaglegames |
| Erscheinungsjahr |
2001 |
| Spieleranzahl |
2-7 |
| empf. Alter |
ab 16
(Englischkenntnisse) |
Zielgruppe / empfehlenswert für |
Strategiespieler |
| Spieldauer |
abendfüllend |
| Preis |
nicht mehr erhältlich |
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Napoleon in Europe
Napoleon in Europe ist ein Spiel aus der Strategieschmiede Eagle Games.
Wie der Name schon besagt, handelt es sich um das Zeitalter 1796 – 1815, d.h. das Zeitalter der Napoleonischen Kriege.
Die Spieler vertreten die großen Mächte dieser Zeit:
Frankreich, England, Preußen, Österreich-Ungarn, Russland, Spanien und das Osmanische Reich. Mittels Diplomatie und Krieg versuchen die einzelnen Völker die Vorherrschaft in Europa zu erhalten. Zudem gibt es zahlreiche kleinere Nationen, die diplomatisch oder militärisch eingenommen werden können. Jede Nation hat ihre eigenen besonderen Spielregeln um den historischen Kontext abzubilden. Die Englische Nation beispielsweise kann nur 2 Landeinheiten pro Runde ausheben, sie kann ihre übrigen Ressourcen für den Bau einer Flotte bzw. für die Unterstützung von Verbündeten auf dem Festland verwenden. Russland kann billiger Infanterie ausheben und für Invasoren Russlands gibt es je nach Jahreszeit (Winter) Verluste an Einheiten.
Das Spiel hat 7 historische Szenarien, welche die unterschiedliche Ausbreitung des Französischen Imperiums und die historischen Bündnisse darstellen.
Je nach Anzahl der besetzten Gebiete erhält man Ressourcen, die für den Bau von Einheiten, diplomatischen Aktionen oder Kauf von Diplomatiepunkten verwendet werden können. Mit letzteren kann man Kriege erklären, Bündnisse schließen oder Waffenstillstände bezahlen.
Es gibt vier verschiedene Truppentypen: Leichte und normale Infanterie sowie Eliteinfanterie; Leichte und schwere Kavallerie; Artillerie; Anführer; Für die auftretenden Schlachten hat sich Eaglegames ein folgendes System erdacht. Es gibt ein extra Schlachtfeld auf welchem der Kampf ausgetragen hat. Das Schlachtfeld ist in 9 Felder unterteilt, jeder Spieler hat seine Gefechtslinie, also drei Felder. In der Mitte zwischen den Kombattanten sind folglichermaßen drei leere Felder. Nun stellt jeder Spieler verdeckt seine Truppen auf die drei Felder seiner Gefechtslinie (Erweitert kann man noch Gelände auswürfeln, z.B. Hügel, welche Vorteile für den Artilleriebeschuss haben). Das Ziel ist es nun eine der drei Gefechtsfelder einzunehmen, dann muss sich der Gegner zurückziehen und kann beim Rückzug durch Niederreiten weiter geschwächt werden. Daher ist die Verteilung der Einheiten zu Anfang strategisch sehr wichtig. Zunächst darf sich die Kavallerie um 2 Aktionen durchführen (Bewegen oder Angreifen). Greift die Kavallerie Infanteristen an, so können diese ein Quadrat formen haben somit eine höhere Abwehr, können aber später auch leichter durch Artilleriebeschuss angegriffen werden. Die Reiterei kann den Angriff dann auch abbrechen.
In der zweiten Phase folgt der Artilleriebeschuss, anschließend die Infanterie. Diese kann entweder feuern (bleibt selbst unverletzt) oder im Nahkampf (Risiko des Verlustes) angreifen. Anführer können Bonus beim Angriff ergeben. Bei einem Treffer oder im Nahkampf wird ausgewürfelt, ob die Einheit vernichtet wird oder in die Rückzugszone fliehen kann. Aus dieser kann sie der Anführer während seiner Zugphase durch Würfel zurückholen. Durch die Einführung von verschiedenen Geländetypen wird die Schlacht noch komplexer. Verliert man in einer Schlacht viele Einheiten, oder wird dadurch die eigene Hauptstadt besetzt, so muss man ermitteln, ob die Moral der Nation eine weitere Kriegsführung noch unterstützt. Muss man kapitulieren, so kommt es zu einer Siegerkonferenz, bei welcher durch Zahlung von Ressourcen Länder der Verlierernation aufgeteilt werden. Dieses System führt dazu, das man nicht völlig vernichtet aus einem Krieg hervorgeht. Der nachfolgende Waffenstillstand gibt Erholungszeit und kann nur von der Verlierermacht gebrochen werden.
Was an Napoleon in Europe besonders fasziniert ist aber die völlige Freiheit der einzelnen Nationen. Es werden Bündnisse gebrochen, Kriege vom Zaum gerissen und Intrigen geführt. Gerade Länder wie Österreich-Ungarn in der Mitte des Kontinents sind von allen Seiten bedroht. Seeinvasion der Briten in Triest und die eigenen Truppen gerade an der Westfront gegen Napoleon
Die Spieltiefe und das herausragende Kampfsystem führen zu einem Strategiespiel der Extraklasse. Auch die Ausstattung kann sich optisch sehen lassen. Alle Figuren sind schön gearbeitet, die Räder der Artillerie lassen sich beispielsweise bewegen.
Die Spieldauer ist in unserer Runde relativ lang, man kann schon einmal ein Wochenende spielen. Der Vorteil ist, dass man nur schwer vollständig vernichtet werden kann, d.h. kein Spieler scheidet vorzeitig aus.
Es sind die übersetzten Spielregeln des normalen Spiels zu empfehlen. Das Grundspiel ist zu einfach und nur eine erweiterte Risiko Variante