Google Translation
 
Startseite

Spiele-Kritiken


» Detail-Suche «

sortiert nach
Anfangsbuchstaben:
ABCDEFG
HIJKLMN
OPQRSTU
VWXYZ1...9
Alle Spieletests
Zufalls-Spiel

Besucher-Wertung
Spiel des Jahres
Dt. Spiele Preis
Spieleverlage

Spieleklassiker

Spieleszene:

Die Spiele Charts
Interviews / Berichte
Gewinnspiele

Spiele-Forum
Termine
Nachrichten
Links
Online-Spiele
Gästebuch
Newsletter

Kaufen:

Einkaufstipps
Amazon-Shop
T-Shirt Shop

Über uns:

Spieletester
Pressestimmen
Pressebereich
Impressum
Link zu uns
AddThis Feed Button

Seite durchsuchen:

 





Zur Zeit sind
kostenlos bei www.Counter27.ch
Besucher online.



Michas-Spielmitmir.de - Gesellschaftsspiele im Test

Autorensteckbrief:
Steffen Mühlhäuser


Spieleautor Steffen Mühlhäuser

 Steffen Mühlhäuser

ist eigentlich Grafiker.
In seinem Verlag Steffen Spiele kann man edle Holzspiele in einem klaren Design erwerben.

In unserem Spieleautoren-Steckbrief steht er uns Rede und Antwort:

Name: Steffen Mühlhäuser
Steffen, wie kam es zur Verlagsgründung? War das schon immer Dein größter Wunsch? „Nein – mein größter Wunsch - oder vielleicht besser: meine größte Leidenschaft -, ist es, Spiele zu entwickeln und sie dann so zu gestalten, wie ich sie mir vorstelle. Die Verlagsgründung ergab sich eher als Folge der Frustration, die die meisten Spielautoren erfahren, wenn sie ihre ersten Spielideen den großen Verlagen anbieten. Nachdem mein erstes Spiel von allen Verlagen abgelehnt wurde, beschloss ich einfach, mein eigener Verleger zu werden. Ich habe schon immer als selbstständiger Grafiker gearbeitet. Daher schätze ich die Freiheit, selbst entscheiden zu können, was ich tue und wie ich es tue.“
War es am Anfang nicht schwer den Verlag zum Laufen zu bringen und zugleich so hochwertige Spiele zu veröffentlichen? „Hochwertige Spiele zu produzieren, ist nicht schwer, es ist eine Frage der Sorgfalt. Einen Verlag zum Laufen zu bringen, ist auch nicht das Problem, man muss einfach in Essen und Nürnberg einen Stand buchen. Die Frage ist dann eher, wie man sich als Kleinverlag zwischen den etablierten Spielverlagen behaupten kann. Da mussten wir eigene, oft unkonventionelle Wege gehen. Wir produzieren Spiele in einer besonderen Qualität und in einem eigenen Design, das sich von anderen Verlagen absetzt. Wir pflegen den direkten Kontakt zu unseren Wiederverkäufern. Wir sind auf vielen Veranstaltungen mit unserem Spielstand zu finden. Hier begegnen wir dem Endkunden sozusagen auf der Straße. Hier sammeln wir Erfahrung und bauen einen privaten Kundenstamm auf. Wir besetzten ganz klar eine Nische und versuchen, uns dort so geschickt wie möglich einzurichten.“
Wie siehst Du die Entwicklung von Steffen Spiele? Hat sich seit dem Anfang viel verändert? „Wir sind gewachsen, das kann man schon so sagen, unser Händlerstamm wächst von Jahr zu Jahr. Nach sieben Jahren Präsenz auf dem Markt werden wir stärker wahrgenommen als am Anfang. Viele Händler kommen eben erst zu dir, wenn du in Essen oder Nürnberg ein paar Jahre durchhältst. Auch einige ausländische Verlage haben auf den Messen irgendwann meine Spiele entdeckt und vertreiben inzwischen mehrere Titel als Lizenzausgaben. Was sich verändert hat, sind natürlich auch die Auflagenhöhen. Wir haben mit Auflagen von 300 oder 500 Stück begonnen. Die Schachteln wurden damals noch in Thüringen in einer ehemaligen DDR-Manufaktur größtenteils in Handarbeit gefertigt. Eine rein maschinelle Produktion kommt bei solchen Auflagenhöhen gar nicht infrage. Mittlerweile sind wir bei Erstauflagen von 2.000 bis 3.000 Spielen angelangt, was eine maschinelle Produktion und dadurch einen anderen Herstellungspreis zur Folge hat. Eine andere Veränderung ist vielleicht, dass ich inzwischen mehr darauf achte, was sich verkauft und was nicht. Am Anfang habe ich immer nur das gemacht, was mir gefallen hat, mittlerweile denke ich auch an den Kunden und den Markt, an die Verkäuflichkeit einer neuen Spielidee.“
Deine Spiele zeichnen sich durch eine gewisse Enfachheit und zugleich durch Tiefgang aus. Wie kommst Du auf diese Spielideen? „Beim Spazierengehen und beim Autofahren. Dann, wenn man sich quasi außerhalb der Zeit befindet, in diesem isolierten Zustand, in dem der Kopf auf die Reise gehen kann.“
Du hast die Machbarkeit der Spiele angesprochen. Gibt es so etwas wie feste Kriterien für eine Veröffentlichung? „Ein neues Spiel muss zum Verlagskonzept passen und trotzdem einen neuen Aspekt zum Programm beisteuern. Es darf natürlich auch nicht in irgendeiner Nähe zu bereits veröffentlichten Spielen anderer Verlage stehen. Hier recherchiere ich so gründlich wie möglich - bei vergriffenen Spielen ebenso wie unter den aktuellen Neuheiten. Leider gibt es ansonsten keine allgemeingültigen Rezepte, die den Erfolg einer Veröffentlichung garantieren. Man muss sich letzten Endes auf seinen Instinkt verlassen.“
Ganz besonders wichtig ist Dir die grafische Gestaltung des Spieles und das Material. Warum legst Du hier einen Schwerpunkt? „Als Grafiker, sehe ich ein Spiel immer auch unter dem Aspekt der Gestaltung. Eine gelungene, dem Spiel entsprechende Gestaltung erhöht das Spielvergnügen. Spielen ist nicht nur ein intellektueller, sondern such ein sinnlicher Vorgang. Das Spielmaterial wird optisch und haptisch wahrgenommen. Farbe, Proportion und Form eines Spielsteins müssen stimmen, damit er für Auge und Hand angenehm ist. Eine gelungene Spielschachtel spricht den Kunden an, sie ist sozusagen das Gesicht des Spiels. Alle Spielschachteln zusammen sind das Gesicht des Verlages, sie bilden den Wiedererkennungswert eines Verlages.“

Fotos



Scho K. O. von Steffen Mühlhäuser
Steffen bei der Arbeit

-beantwortet im Winter 2010-

© 2001 - 2011 Michael Prössel