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Autorensteckbrief:
Heiko Wiese


Spieleautor Heiko Wiese

 Heiko Wiese

ist leidenschaftlicher Spieler. Während zahlreicher Spieleabende fielen ihm eigene Ideen ein, die er bislang in zwei Spielen umsetzte. Gut, es sind erst zwei, aber die sind schon fast Klassiker!

In unserem Spieleautoren-Steckbrief steht er uns Rede und Antwort:

Name: Heiko "Das Wiesel" Wiese
Alter: 33
Wohnort: Hannover
Ausbildung und heutiger Beruf: Verlagskaufmann, Verlagsfachwirt
Ich leite z.Z. die Logistik-Abteilung eines Verlages
Hobbies: Zaubern und Improvisations-Theater
Dein Lieblingsbuch? "13 ½ Leben des Kapitän Blaubär"... sehr lesenswert und nein, es ist kein Kinderbuch
Dein Lieblingsfilm? z. Zt. "Herr der Ringe", am häufigsten im Kino war ich aber in "Der mit dem Wolf tanzt".
Dein Lieblingscomputerspiel? PS2: Eye Toy... endlich mal wieder ein Computerspiel ohne vorher in ein Trainigscamp zu müssen und sich ein Wochenende frei zu nehmen um die Regeln zu verstehen (Viva C64 und Amiga!!!!!!! Wo bleiben spielbare Winter und Summergames für die neuen Konsolen?????????)
Welche Musik magst Du? Hängt stark von der Tagesstimmung ab. Meine CDs reichen von Folkrock (Corrs, Hooters) über Rock/Pop (Brian Adams, Huey Lewis) bis hin zu Hardrock (Accept, Rammstein... obwohl ich da nicht weiß, ob Hardrock bei Rammstein das richtige Wort ist). Natürlich dürfen auch die Ärzte als Beste Band der Welt nicht fehlen. Na ja, irgendwie alles recht handgemachte Musik in unterschiedlichen Härtegraden.
Drei Errungenschaften ohne die Du nicht auskommen würdest?
Computer
elektrisches Licht
Brauereigewerbe
(ich hoffe, die Frage war so gemeint, wie ich sie beantwortet habe)
Deine Lieblingsspiele? (eigene und fremder Autoren)
Tom Whams Spiele (besonders "Kings & Things", da kommt mein Spitzname her)
Von mir: "Putsch"
Welche Art von Spielen magst Du?
Je höher die Interaktivität der Spieler untereinander ist, desto besser. In kurz: je fieser und gemeiner, desto gut.
Welche Art von Spielen magst Du nicht und weshalb?
Alles was so aus der Ecke von Tabu und Activity kommt, ist so absolut überhaupt nicht meine Welt. Ich weiß nicht, welchen Spielwitz diese Spiele haben sollen. Mir erschließt er sich zumindest nicht.
Diese Spiele werden eigentlich nur noch im negativen Sinne von Quizspielen getopt. Da liegt es eindeutig daran, dass die Regelwerke sehr konstruiert sind. Es wird im Prinzip versucht eine Gameshow auf ein Spielbrett zu bringen.
Es gibt ganz wenig erfreuliche Ausnahmen in dieser Gattung, die meiner Meinung nach durchaus als spielenswert durchgehen: Collector (Werbespiel der Deutschen Post), Times (dort kann man sein eigenes Risiko oder die Genauigkeit seines Wissens eingrenzen) und Anno Domini (das würde ich allerdings auch nicht gerade als Quizspiel bezeichnen. Es ist eher ein Mäxchen Meier mit Fragekärtchen)
Wie bist Du zum Spieleerfinden gekommen?
Damals hatte ich noch Haare und war so ca. 8 Jahre alt. Ich denke es fing erst einmal klassisch an mit Varianten zu Spielen und dann kamen so die ersten eigenen Entwicklungen (natürlich aus heutiger Sicht ziemlich schlecht). Da wir drei Brüder sind, waren Brettspiele halt sehr angesagt...
Was ist Dir bei Deinen Spielen wichtig?
Irgendwie muss das, was du in deinem Spielzug machst, sich auf andere Mitspieler auswirken. Dabei muss das nicht so extreme Formen annehmen wie bei Putsch.
Ich versuche auch irgendwelche originellen Mechanismen einzubauen, was natürlich dazu führt, dass viele Ideen im Papierkorb landen, weil der Mechanismus nicht so funktionierte wie ich dachte.
Welches war Dein größter Erfolg?
Ich bin mir nicht sicher, dass man bei meinen Spielen so richtig von "Erfolg" sprechen kann. Dafür sind bei den Spielen die ich mache einfach die Zielgruppen zu klein.
Was ich eigentlich am Witzigsten fand war die Laufzeit von meinem Postspiel "Königreiche". Das habe ich damals für die ESCH in Hamburg entwickelt mit der Aufgabenstellung "möglichst viele Spieler auf einer Seite Auswertung im Zine". Ich denke, das ist mir mit dem Spiel gelungen (bis zu 20 Spieler auf einer Seite DIN A5). Das Spiel lief ca. 2 Jahre in der ESCH und ein paar Jahre später als "Wirtschaftsimperium" in der Dienstpost, Herne, ebenfalls 2 Jahre. Ich finde, dass das für ein Postspiel schon eine schöne Lebensdauer war.
Für welches Publikum entwickelst Du Spiele?
Wenn ich mal etwas entwickle, dann für erwachsene Vielspieler. Alles andere wäre einfach nur zufällig für andere Zielgruppen geeignet.
Was wäre Deine Idee für das perfekte Spiel?
Wenn ich die hätte, würde ich dieses Spiel entwickeln, reich und berühmt werden und aufhören zu arbeiten.
Welches Spiel würdest Du heute anders machen als damals?
Ich hab' ja nun nicht so viele Veröffentlichungen. Spielerisch würde ich bei Putsch nichts anders machen (wobei man das Spielsystem mit unterschiedlichen Ländern erweitern könnte) und bei Würfel-Duell würde ich lediglich eine Sonderkarte entfernen, weil die den Spielfluss stört (allerdings würde ich mich natürlich über eine Neuauflage dieses Spiels mit einer angemessenen grafischen Umsetzung freuen... igitt, war die hässlich...)
Welcher Job in einer Militärjunta wäre für Dich reserviert?
Auch, wenn ich diese Frage nicht wirklich verstehe: Propaganda-Minister... ähh.... ich meine natürlich PR-Manager...
Dein Lebensmotto?
Stelle mir keine Frage, die Du nicht wirklich beantwortet haben möchtest.

-beantwortet im Frühjahr 2004-

Ludographie




Heiko Wiese beim Spielen

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© 2001 - 2010 Michael Prössel