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Attika

Attika - Brettspiel von Marcel-André Casasola-Merkle

Strategische Planspiele im antiken Griechenland

Vier Stadtstaaten, von denen nur einer auf der Halbinsel Attika liegt, kämpfen um die Vormachtstellung in Griechenland. Anders als es die alten Griechen taten, schweigen hier die Waffen und es geht nur um den friedlichen Ausbau der eigenen Stadt.

Je nach Spieleranzahl werden unterschiedlich viele Spielplanteile auf dem Tisch platziert. Jedes Teil besteht aus 8 Feldern und sieht wie ein Zahnrad aus. Es gibt vier verschiedene Ressourcen, die auf einer Scheibe abgebildet sein können: Wasser, Wald, Fels und Lehm. Im Spiel zu dritt gibt es 6 Scheiben, die den Spielplan bilden. An jeder Ecke dieses Dreieckes wird ein Heiligtum gestellt. Es gewinnt, wer entweder als erster alle seine Gebäude gebaut hat, oder zwei Heiligtümer verbinden konnte.
Jeder Spieler bekommt einen Stadtplan und 30 Gebäudeplättchen. Diese werden in vier Stapeln verdeckt vor den Plan abgelegt. Es gibt Basisplättchen, mit einem schwarzen Symbol auf der Rückseite, diese bilden einen Stapel. Immer wenn ein Spieler an der Reihe ist, darf er entweder zwei der Plättchen aufdecken, und wenn er kann, gleich bauen, oder drei seiner ausliegenden Plättchen bauen, wenn er die Ressourcen auf der Hand hält. Wenn man baut, darf man die Ressourcen, die auf dem Spielplan zu sehen sind, mit nutzen. Den Brunnen, der nur ein Wasser benötigt, kann ich auf oder an einem Wasserfeld kostenlos bauen. Bedeckt man aber eines dieser Felder, dann ist die benutzt und kann nicht mehr zum Bau herangezogen werden.

Neue Karten bekomme ich, wenn ich mich entscheide, nicht zu bauen. Für jede der drei nicht genutzten Baumöglichkeiten bekomme ich eine Karte. Ich kann mich auch entscheiden nicht aufzudecken, aber dann gibt's nur zwei Karten. Auf dem Stadtplan sieht man die einzelnen Gebäude in Gruppen eingeteilt. Brunnen, Kornfeld, Mühle und Dorf bilden eine Gruppe. Baue ich den Brunnen, der ein Wasser benötigt, zuerst, darf ich das Kornfeld kostenlos an den Brunnen legen, die Mühle kostenlos an das Kornfeld und das Dorf, das sonst recht teuer zu bauen ist, kostenlos an die Mühle. Um kostenlos zu bauen, muss ich den Pfeilen folgen, die Startgebäude kosten allerdings immer die abgebildeten Ressourcen. Beim Bau sollte man darauf achten, keine Startgebäude nebeneinander zu bauen, da man sich sonst so die Möglichkeiten verbauen kann, kostenlos zu bauen. Folgegebäude müssen immer an das vorhergehende Gebäude angrenzen. Passen einmal meine Karten nicht so recht, kann ich auch zwei beliebige Karten für eine geforderte Ressource abgeben. Sollte ich es als erforderlich erachten eine zweite Siedlung zu gründen, also zu bauen ohne an bereits bestehende Gebäude anzugrenzen, muss ich eine Karte extra zahlen. Habe ich eine Gruppe vollständig gebaut, bekomme ich eine Amphore, mit deren Hilfe ich meinen Spielzug um eine Aktion verlängern kann. Immer wenn ein Gebäudestapel verbaut wurde, wird ein neues Spielplanteil angelegt.

Attika hat uns sehr gut gefallen, da die Regeln leicht verständlich und kurz sind, aber dennoch viel strategischen und taktischen Spielraum lassen. Die letzten beiden Spiele hat Benni gewonnen, nur weil Andi mehr aufdeckte als baute. So konnte er, schon mit ein wenig Glück, zwei Heiligtümer verbinden. Es ist immer wichtig, genügend Karten auf der Hand zu haben, damit man im Notfall Gebäude bauen kann, um anderen Spielern Wege zu Heiligtümern zu versperren. Attika hätte unserer Meinung nach den Titel "Spiel des Jahres" verdient, es bietet mehr Interaktion und mehr Taktik als z.B. "Alhambra". Obwohl man nur zwei Zugmöglichkeiten hat, Ziehen oder Bauen, muss ständig überlegt werden, ob man sich das eine noch leisten kann oder es besser wäre bestimmte Felder zu blockieren. Das einzige Glück, das man haben kann, liegt im Nachziehen der Gebäude. Wer Glück hat, zieht Plättchen der gleichen Gruppe nacheinander. Aber das war's schon. Ein rundum gutes Spiel, das allerdings nicht viel mit dem Titel zu tun hat.

Einzig die Rückseiten der Karten und der Spielplanteile müssten noch einmal neu gestaltet werden, das Muster und die Farbenwahl sind wirklich nicht schön.



Strategie / Taktik
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Kurzinfos

Attika

Gesamtbewertung

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Autor

Marcel-André Casasola-Merkle

Verlag

Hans im Glück

Erscheinungsjahr

2003

Spieleranzahl

2 - 4

Dauer

ca. 60 Min.

Alter

ab 10 Jahren

Preis

ca. 25 €

Auszeichnungen

Spiel des Jahres 2004 - Empfehlungsliste
Deutscher Spielepreis 2004 4. Platz
Gamers Choice Awards 2004: Multiplayer Nominees

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